Anreise durch Norwegen

von Kirkenes bis Lakselv

Nach der Grenze fahren wir auf die E6 und halten uns in Richtung Kirkenes (Info: de.wikivoyage.org).

Ohne Probleme erreichen wir die Stadt und steuern der Nase nach den Hafen an. Dort stehen schon ein paar Wohnmobile, wir stellen uns dazu. Nach unseren Informationen ist der Platz kostenlos. Wir werden sehen …

Den Abend verbringen wir dann in aller Ruhe im Wohnmobil.

Sonntag, 04. August 2019:

Wider Erwarten haben wir hier in Kirkenes eine ruhige Nacht verbracht. Vielleicht auch, weil heute Sonntag ist. Gegen halb neun Uhr stehen wir auf. Nach Rainers Recherche müsste gleich ein Schiff der Hurtigruten (Info: www.hurtigruten.de) hier am Hafen einlaufen. So geschieht es dann auch. Ein paar Fotos, den Rest dann als "Frühstücksfernsehen" vom Wohnmobil aus.

Bevor wir unser heutiges Planziel, die Grense Jakobselv ansteuern, fahren wir noch in die Stadt Kirkenes zu einem sonntäglichen Stadtbummel. Viel ist nicht los ... eigentlich gar nichts. Kein Verkehr, keine Menschen ... einfach nichts !

Wir kommen noch an der Kirche vorbei, die etwas erhaben etwas oberhalb der Stadt liegt. Leider hat diese (es ist doch Sonntag !!!) geschlossen, so können wir sie nicht von innen besichtigen.

Noch eine Runde durch die Stadt mit dem Wohnmobil, dann steuern wir die russische Grenze an ...

Wir fahren von Kirkenes aus die E105 bis an die Grenze zu Russland und schießen mit respektvollem Abstand ein paar Fotos. Leider regnet es etwas … das soll sich auch im Laufe des Tages nicht wirklich ändern.

Wir fahren weiter. Die Grenze Jakobselv (Info: de.wikipedia.org) ist unser nächstes Ziel. 45Km Straße der untersten Kategorie … da kommt wohl was auf uns zu. Die Strecke erweist sich landschaftlich als ein Traum. Für das Wohnmobil wohl eher als Albtraum und für den Fahrer als ziemlich anstrengend. Während die ersten 35km wenigstens Teerstraße sind, müssen wir die letzten 10km über schlaglochgepflasterte Schotterpiste.

Naja … irgendwann kommt dann doch die Kapelle von König Oscar II in Sicht (Info: de.wikipedia.org). An einem kleinen Parkplatz halten wir und besichtigen den Friedhof. Die Kapelle ist leider verschlossen, so können wir nur außen herumlaufen.

Dann fahren wir weiter das Stückchen bis zur eigentlichen „Grenze Jakobselv“. Man könnte das hier auch das Ende der Welt nennen … trotz des miesen Wetters mit mehr oder weniger Nieselregen und alles grau in grau verweilen wir hier etwas und gönnen uns im Wohnmobil auch noch eine Stärkung, bevor es die anstrengende Strecke zurück geht.

Die folgende Bildergalerie vermittelt einen Eindruck über unsere Erlebnisse:

Unterwegs noch ein paar Bilder von der Grenze zu Russland, die hier teilweise in der Flussmitte verläuft. In Kirkenes überlegen wir dann den weiteren Verlauf des Tages. Wir entscheiden uns, noch ein paar Kilometer zu fahren.

Wir fahren die E6 in westliche Richtung und staunen immer wieder über die grandiose Landschaft hier oben. Immer wieder verändert sich die Sicht, die Straßen sind teilweise kilometerlang sichtbar, gewunden und gerade … kurz vor Gandvik verlassen wir die E6 und fahren nun durch eine traumhafte felsige Landschaft mit Kurven ohne Ende.

Letztendlich kommen wir im kleinen Dörfchen Bugøynes heraus und steuern hier den Camping- bzw. Stellplatz an. Ein Wohnwagen steht hier, mehr nicht. Kein Mensch zu sehen … wir nehmen erst mal einen Platz für uns ein.

Wir versuchen zu klären, wie das mit dem bezahlen läuft. Keine Chance. Der Platz soll 30 Euro pro Nacht kosten, inkl. Toiletten und duschen. Die Toiletten sind Plumpsklos, die Duschen verschlossen. Für Strom sollen noch 10 Euro extra bezahlt werden … wir beschließen: abwarten und Abendessen genießen. Dann sehen wir weiter.

Draußen tobt der Wind … die Temperaturen sind auf +6° schon den ganzen Tag fest. Im Wohnmobil haben wir es zum Glück angenehm warm …

Nachfolgend ein Panoramabild vom "Bugøynes Campingplatz", welches per Mausklick vergrößert werden kann:

Bugøynes - am "Campingplatz"

Bugøynes - am "Campingplatz"

Montag, 05. August 2019:

Mal abgesehen vom kräftigen, fast stürmischen Wind und der Brandung in der Bucht haben wir eine ruhige Nacht hinter uns. Geld wollte übrigens niemand von uns, so buchen wir den Platz als „schön,mit gutem Preis-Leistungsverhältnis“ :-)

Wir drehen noch eine Runde durch den kleinen Ort Bugøynes, dann fahren wir die landschaftlich interessante Küstenstraße entlang zurück zur E6, unserer Hauptroute. Wenn alles klappt,möchten wir heute bis Lakselv fahren...

Wir kommen als erstes nach Varanger und sehen den Hinweis zum „Samischen Museum“ (Info: www.varjjat.org). Das schauen wir uns in Ruhe an, bevor es weiter geht.

Die folgende Bildergalerie gibt einen Einblick in das Museum:

Die nächste Station ist Tana Bru, ein kleiner Ort, aber mit Tankstelle und mehreren Supermärkten. Wir entscheiden uns für den „REMA“ für einen kleinen Einkauf. Zur Stärkung gönnen wir uns zwei Stückchen Pizza, die essen wir schnell im Wohnmobil.

Mona möchte noch im „Silver Shop“ um die Ecke gucken gehen und dann fahren wir auch schon auf der RV98 weiter. Hier haben wir kurzfristig den Plan geändert und uns für diese Straße entschieden, die uns sowohl Küste als auch Fjell bieten wird. Ursprünglich sollte es die E6 bleiben …

Was wir auf dieser Strecke erleben ist von traumhaft schön (die Landschaft) und grottenschlecht (die Straßen) … bis auf ein paar wenige Ausnahmekilometer. Für unser Wohnmobil ist es Schwerstarbeit, für Rainer als Fahrer zeitweise auch, da die Straßenverhältnisse zu einer Geschwindigkeitsminderung bis auf teilweise 20 km/h zwingen.

Ab und zu halten wir an, genießen den Blick bzw. die Aussicht, schießen ein paar Fotos und weiter geht es.

Mit der folgenden Bildergalerie möchten wir ein weitere Eindrücke von dieser traumhaften Strecke vermitteln:

Gegen 17:30 Uhr erreichen wir kurz vor Lakselv den kleinen "Campingplatz Fjordudsigten“ (Info: www.fjordutsikten.no). Hier lassen wir uns für die bevorstehende Nacht nieder.

Aktuell sind wir knapp 200 km vom Nordkap entfernt. Hinter uns liegen 3333 km Fahrt von zu Hause aus gesehen … und wir liegen punktgenau in unserer Tourplanung !

Damit endet hier dieser Teil des Reiseberichtes. Weiter geht es zum nächsten Teil mit dem folgenden Aktionsbutton:

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