Anreise zum Nordkap

von Lakselv bis zum Nordkap ... die letzten Kilometer

Dienstag, 06. August 2019:

Über Nacht hat es immer wieder geregnet, auch während unserem Morgenkaffee regnet es mehr oder weniger kräftig … keine so tollen Aussichten für den heutigen Tag. Aber wir müssen es nehmen, wie es kommt. In erster Linie sind wir nicht wegen dem Wetter hier, sondern um den nördlichsten, mit dem Auto erreichbaren Punkt Europas zu sehen … und nur das zählt !

So starten wir dann, in Lakselv (Info: de.wikipedia.org) wird vorsichtshalber noch schnell getankt. Die E6 ist heute ein ganzes Stück der richtige Weg für uns in Richtung Nordkap bis es dann in die E69 übergeht.

Hin und wieder sichten wir Rentiere am Straßenrand oder in den weitläufigen Wiesen. Auch Schafe sichten wir, einzig Elche wurden von uns hier oben nicht gesichtet.

Die weitere Fahrt führt uns dann entlang der E69. Diverse Tunnel wurden mit äußerster Vorsicht durchfahren, auch hier könnten unvermittelt Tiere stehen … aber eher sind es Radfahrer, die hier schlecht beleuchtet unterwegs sind.

Bei so manchem Rentier könnte man den Eindruck gewinnen, dass es ziemlich auf Krawall gebürstet ist ...

Besonders der Nordkaptunnel (Info: de.wikipedia.org) ist eine besondere Herausforderung, da er auf eine Tiefe von 212 m unter dem Meeresspiegel führte und mit 9% Gefälle bzw. Steigung aufwartete. Selbst im 2. Gang mussten die 4.5 Tonnen unseres Wohnmobiles immer wieder beherzt abgebremst werden, da die Motorbremse hier nicht ausreichte.

Die folgende Bildergalerie soll weitere Eindrücke entlang dieser Strecke vermitteln:

In Honnigsvåg (Info: www.hurtigruten.de) fahren wir kurz in den Ort hinein. Neben einem Schiff der Hurtigruten liegt hier auch noch ein großer Kreuzfahrer im Hafen fest und Unmengen von Bussen karren die Menschenmengen zum Nordkap und wieder zurück.

Dies sorgt auf der Strecke bis zum Nordkap hinauf für entsprechenden Busverkehr ...

Auch wir nehmen nun die letzten 30 km in Angriff. Die Straße selbst in einem akzeptablen Zustand, aber immer wieder stark bergauf und auch wieder bergab.

Auch hier unterwegs immer wieder ein kurzer Halt zum festhalten der teilweise wirklich atemberaubenden Landschaft hier oben. Es beeindruckt uns immer wieder.

Kurz vor 15 Uhr haben wir es dann geschafft, das Wohnmobil steht auf dem Parkplatz vom Nordkap (Info: de.wikivoyage.org). Wir erkunden erst einmal außen die Gegend, hier viele Fotos zu machen, ist obligatorisch.

Zwischen hier und dem Nordpol befindet sich keinerlei Festland, mit Ausnahme der Inselgruppe von Spitzbergen. Wir sind an dem Ort, wo Atlantischer und Arktischer Ozean aufeinandertreffen und sich ihre kalten Wassermassen vermischen.

Die folgende Bildergalerie vermittelt unsere ersten Eindrücke am Nordkap:

Auch in der Nordkaphalle (Info: www.visitnordkapp.net) schauen wir uns um. Neben Geschenkshops und Imbissversorgung finden sich verschieden Ausstellungen und auch ein Kino mit einer Filmvorführung. Alles recht interessant. Im Restaurant gönnen wir uns einen verspäteten Nachmittagskaffee.

Draußen sind die Menschenmassen abgezogen. Nun ist es recht entspannt und man kann (fast) ungestört fotografieren.

Allmählich zieht es uns zu unserem Wohnmobil zurück. Mittlerweile ist es auch schon 19 Uhr, Zeit für unser Abendessen.

Es gibt heute Coburger Bratwürste mit Sauerkraut und dänischem Weihnachtsbier. Und das alles am Nordkap … so sind wir eben ;-)

Den restlichen Abend verbringen wir im warmen Wohnmobil, draußen sind es gerade mal +5° (zu Hause sind es immer noch ca. +30° !!!) … wir verbringen die Zeit u.a. damit, auf die Webcam (Link: nordkapp.roundshot.com) vom Nordkap zu schauen und entdecken dann auch unser Wohnmobil auf dem Parkplatz. Ein Bild für die Ewigkeit ... oder ?

Gegen 23 Uhr gehen wir dann doch noch einmal raus. In der Zwischenzeit sind wieder einige Reisebusse angekommen, somit ist wieder reges Treiben in allen Bereichen. Rainer nutzt die leichte Dämmerung für ein paar Stimmungsbilder.

Mittwoch, 07. August 2019:

Kurz vor halb acht Uhr morgens stehen wir auf. Wir gönnen uns heute das "Frühstücksbuffet" im Restaurant. Es kostet zwar umgerechnet ca. 15,- Euro pro Person, sicher kein Schnäppchen, aber erstens kann man sich im Urlaub auch mal etwas gönnen und zweitens sind wir hier auch an einem „Sehnsuchtsort“ für uns beide. Die Auswahl ist sehr gut, so können wir uns leicht satt essen.

Dann noch einen kleinen Spaziergang draußen rund um das Nordkap - Areal, dann wird es Zeit Abschied zu nehmen.

Die folgende Bildergalerie zeigt noch weitere Details vom Frühstücksbuffet und unserem "Abschiedsspaziergang":

Wir fahren los und lassen das Nordkap hinter uns. Abermals fahren wir durch die beeindruckende und abwechslungsreiche Landschaft der Nordkapinsel Magerøya (Info: de.wikipedia.org).

Es kommt einem vor wie das Hochgebirge der Alpen, jedoch viel viel weiter … breiter … oder wie man sonst sagen will. Auf jeden Fall kommt hier zeitweise schon ein Gefühl der Einsamkeit auf.

Durch den Nordkaptunnel (knapp 7 km lang) verlassen wir die Insel Magerøya und fahren die E69 weiter. Rentiere haben absolut keinen Respekt vor Autos oder Wohnmobilen … immer wieder grasen sie mehr oder weniger nahe am Straßenrand.

Dort scheint das Gras besonders gut zu schmecken …

Damit endet hier dieser Teil des Reiseberichtes. Weiter geht es zum nächsten Teil mit dem folgenden Aktionsbutton:

© Copyright 2019 by Sharany

Diese Website benutzt Cookies, um Ihnen das beste Erlebnis zu ermöglichen. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.