Teil 4 - von Västervik nach Alvastra

Riese Garpe ruft uns zu sich

Riese Garpe ruft uns zu sich

Samstag, 04. August 2018:

Nach einer ruhigen Nacht stehen wir kurz vor neun Uhr morgens auf und frühstücken draußen. Es ist deutlich abgekühlt, ein frischer Wind weht uns um die Ohren, da sind die Sonnenstrahlen, die zwischen den dunklen Wolken durch kommen, sehr willkommen.

Wir brechen auf und fahren zuerst noch nach Västervik an den Hafen. Vorbei an der “Stegeholm Schlossruine” vorbei an dem kleinen Ort Piperskärr die Landzunge entlang durch sehr landschaftlich geprägte Gegenden hinauf nach Gamleby. Die Strecke zieht sich, ist schmal und kurvenreich … aber irgendwann haben wir es geschafft. In Gamleby entdecken wir auf einmal eine furchterregende Gestalt an einem Parkplatz.

Wir halten an … es ist der “Riese Garpe”, der uns zu sich winkt. Wir halten kurz an und hören uns seine Geschichte an. Gerne möchte er, dass wir seine Freunde auf dem Garpedansberget besuchen (ein steiler, 80 m hoher Berg mit herrliche Aussicht auf die Altstadt). Aber wir ziehen uns geschickt aus der Affäre und fahren weiter in Richtung Linköping.

Gegen 13 Uhr kommen wir am Parkplatz vom Freilichtmuseum “Gamla Linköping” (Info: Gamla Linköping) an. Die Parkplatzsuche gestaltet sich als etwas problematisch, aber nach etwas Kurverei finden wir im hinteren Bereich des Parkplatzes etwas passendes für unser Mobil. Während das Freilichtmuseum keinen Eintritt kostet, muss man für den Parkplatz am Automaten bezahlen. Umständlich und mit Kreditkarte wuseln wir uns durch das unübersichtliche Menü und bekommen irgendwann das Ticket heraus. Da sich andere mindestens genau so dumm am Automat verhalten und so ihre Probleme haben, kann es wohl nicht am Menschen liegen ….. ;-)

Wir spazieren in das Freilichtmuseum. Vor einigen Jahren waren wir schon einmal hier. Trotzdem wollten wir nochmals alles in Ruhe anschauen. Nur im Detail können wir Veränderungen entdecken, grundsätzlich ist alles so wie seinerzeit. In vielen Häuser wird “gelebt”, da sind Menschen drin aktiv und zeigen das Leben von früher.

Die folgende Bildergalerie (8 Bilder) zeigt ein paar Eindrücke unseres Rundganges:

Freilichtmuseum "Gamla Linköping"

In einem gemütlichen Cafè kehren wir ein und gönnen uns etwas Leckeres. Dann spazieren wir weiter durch das Freilichtmuseum. Gegen 16 Uhr kehren wir zum Wohnmobil zurück und planen den weiteren Verlauf der heutigen Route.

Wir wollen als erstes den Stellplatz bei Borensberg am Göta Kanal aufsuchen. Recht schnell sind wir dort, aber der Platz ist voll, keine Chance … also Plan B: Fahrt nach Motala. Wir kommen an den Stellplatz bis auf ca. 1 km heran, dann führt uns unser Garmin Wohnmobil-Navi zu einer Unterführung mit 2.8m Höhenbeschränkung … no way !!! Über einen Umweg kommen wir dann doch zu dem Stellplatz … auch dieser ist voll !!!

Also Plan C: wir fahren nach "Borenshult" (Info: Borenshult) weiter. Nur einige Kilometer Fahrt und wir können mit großem Glück den letzten freien Platz direkt an der Schleusentreppe des Göta Kanals zum Borensee ergattern. Sogleich können wir auch die Schleusenfahrt einiger Boote verfolgen, auch die interessante Konstruktion der Schiebebrücke durften wir in "action" sehen.

Die folgende Bildergalerie (6 Bilder) zeigt Details dazu:

Borenshult - an der Schleuse

Schließlich ist es Zeit für unser Abendessen. Bratkartoffeln und so diverse Zutaten aus dem Kühlschrank … Mona zaubert da wieder etwas genießbares auf den Tisch. Anschließend kleiner Spaziergang (inkl. Softeis) zum Ufer des Borensees hinunter und wieder zurück.

Den restlichen Abend verbringen wir bei mäßigem Wind vor dem Wohnmobil ...

morgens am Stellplatz

morgens am Stellplatz

Sonntag, 05. August 2018:

Der Wind wird über Nacht kräftiger und lässt hin und wieder das Wohnmobil etwas schaukeln … aber das kennen wir ja. Als wir kurz vor neun Uhr aufstehen, ziehen wir das Frühstück im Wohnmobil vor, da uns draußen wahrscheinlich einiges vom Tisch weg fliegen würde.

Wir schauen uns noch kurz einen Schleusengang von 4 Booten an inkl. der Funktionsweise der Schiebebrücke, dann brechen wir auf. Zuerst wollen wir nach Motala in einen Supermarkt. Wir landen bei “LIDL” und können dort das Nötigste erstehen. (Getränke, Brot, Wurst usw.).

Dann fahren wir hinunter zum Hafen und suchen einen passenden Parkplatz, das klappt auch schnell.

Beim spazieren am Hafen entdecken wir das “Motala Motormuseum” (Info: Motala Motormuseum), das soll ja eines der größten Automuseen in Schweden sein. Der Eintritt von 220 SEK (22 Euro) ist kein Schnäppchen, aber uns wird schnell klar, dass das Museum sein Geld wert ist. Hier sind nicht nur einfach ein paar Autos hingestellt, nein, auch zeitgenössische Gegenstände jeglicher Art sind dazwischen zu finden. Als Highlight dürfen wohl unter anderem die beiden Rolls Royce von Winston Churchill und Greta Garbo gelten. Fast drei Stunden verweilen wir hier und können uns kaum satt sehen.

Die folgende Bildergalerie (8 Bilder) verschafft einen ersten Eindruck :

Motala Motormuseum

Irgendwann verlassen wir dann doch das Museum und nach einem kleinen Spaziergang am Hafen kehren wir zum Wohnmobil zurück und fahren weiter. Das Ziel des Tages ist das kleine Städtchen "Vadstena" am Vättern See (Info: Vadstena). Wir steuern den dortigen Wohnmobilstellplatz an und haben Glück, einen der letzten freien Plätze (mit Strom) zu bekommen.

Da wir mittlerweile doch etwas Hunger haben, gönnen wir uns bei einem nahegelegenen Kiosk eine Kleinigkeit. Dann Spaziergang in das beschauliche Städtchen. Vorbei am “Roten Turm” kommen wir zur Klosterkirche “Vadstena Klosterkyrka” (mit Brigittas Kloster). Eine imposante Kirche erwartet uns hier, die wir auch ausgiebig besichtigen.

Die folgende Bildergalerie (8 Bilder) gibt einen Einblick in unseren Spaziergang:

Vadstena & Klosterkirche

Der weitere Spaziergang führt uns dann am späteren Nachmittag zurück zum Wohnmobil. Hier machen wir es uns gemütlich, später wird geduscht, dann zu Abend gegessen. Da auch jetzt noch der Wind kräftig weht, ziehen wir uns ins gemütliche Wohnmobil zurück und genießen bei offener Tür & Dachluken den restlichen Abend “endlich” mal mit fernsehen :-)

Montag, 06. August 2018:

Erst morgens um halb zehn Uhr kommen wir aus den Federn, die kühlere Luft scheint uns gut zu tun und entspannter schlafen zu lassen. Natürlich frühstücken wir in aller Ruhe, dann brechen wir auf.

Für heute wollen wir es etwas ruhiger angehen lassen. Wir fahren Wege abseits der Hauptroute und kommen so als erstes zu einer über 900 Jahre alten Kirche: die “Örberga Kyrka”. Die ältesten Teile der Örberga Kyrka wurden übrigens schon im 12. Jahrhundert gebaut. Von außen mutet die Kirche mit ihrem Turm fast wie eine Burg an. Weit überraschter sind wir im Inneren von den Deckengemälden, die aus dem frühen 15. Jahrhundert stammen. In Ruhe schauen wir uns um.

Auf dem Kirchengelände entdecken wir dann noch das “Stenmuseum” (Steinmuseum). Nach dem öffnen der schweren alten Türe sehen wir als erstes eine Kopie einer “Eskilstuna-Kista” (schwedischer Name eines frühchristlichen Grabmonuments, das nach der angelsächsischen Tradition geschaffen wurde). Im Obergeschoss entdecken wir dann noch eine einfache Herberge mit drei Schlafplätzen für Pilger, die durch das Land ziehen.

Die folgende Bildergalerie (6 Bilder) gibt einen Einblick:

Wir ziehen weiter, und zwar in Richtung Süden am Vättern See entlang und kommen als nächstes nach Alvastra und besuchen die Ruine vom "Kloster Alvastra” (Info: Kloster Alvastra). Wir waren schon mal irgendwann hier, aber heute ist nichts los, so kann Rainer ausgiebig fotografieren.

Die Ergebnisse können in der folgenden Bildergalerie (6 Bilder) betrachtet werden:

Klosterruine Alvastra

Nach der ausgiebigen Besichtigung entschließen wir uns zur Weiterfahrt.

Diese Website benutzt Cookies, um Ihnen das beste Erlebnis zu ermöglichen. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.