2015: Sommertour nach Dänemark (Teil 1)

Stellplatz Hodenhagen

Stellplatz Hodenhagen

Donnerstag, 30. Juli 2015:

Gegen 15:30 Uhr kommen wir von zu Hause los. Schönes Wetter lässt den Alltagsstress schnell von uns abfallen. Leider hält das schöne Wetter nicht lange, schon auf der A4 im Thüringischen kommen die ersten Regenschauer. Wechselhaft verhält sich die weitere Fahrt, blieb aber sonst ohne nennenswerte Störungen.

Kurz nach 18 Uhr halten wir am Rasthof Göttingen (A7) und genießen unser Abendbrot im Wohnmobil. Dann weiter mit der Fahrt bis zum Stellplatz in Hodenhagen. Ein Stau veranlasste uns vorzeitig die A7 zu verlassen und etwas mehr Landstraße zu fahren.

Gegen 20:45 Uhr treffen wir am Stellplatz ein, der heute sehr gut belegt ist. Die Wiese hinter dem eigentlichen Stellplatz hatten wir hier noch nie so voll gesehen.

Müde und erschöpft fallen wir schon um 22 Uhr in die Betten.

am Hafen von Neustadt (Holstein)

am Hafen von Neustadt (Holstein)

Freitag, 31. Juli 2015:

Nach einer ruhigen Nacht stehen wir um 08:30 Uhr auf und frühstücken in aller Ruhe. Bei strahlendem Sonnenschein starten wir und fahren weiter auf der A7. Sehr reger bis dichter Verkehr erwartet uns hier. Zum Teil bis zum Stillstand ohne erkennbaren Grund.

Vor Hamburg biegen wir ab auf die A1 und fahren an Lübeck vorbei bis Neustadt in Holstein. Dort sind wir für den späteren Nachmittag mit Regina F., einer guten Bekannten verabredet. Da noch Zeit ist, fahren wir ins Zentrum der Stadt und spazieren zum Hafen. Erst ein leckeres Fischbrötchen, dann noch leckere Torte mit Kaffee, so langsam stellt sich Urlaubsfeeling ein.

Dann wird es Zeit, den Stellplatz in Pelzerhaken anzufahren. Hier werden jedoch die schlimmsten Befürchtungen wahr … der Stellplatz ist praktisch schon überbelegt und vor uns stehen schon zwei Mobile, die auch rein wollen. Auch an den anderen Stellplätzen hier in der Nähe das gleiche Trauerspiel.

So beschließen wir zwei Dinge:

- wir fahren weiter

- wir sagen Regina ab (so leid es uns tut)

So fahren wir weiter und gelangen an die Holsteinische Schweiz, genauen nach Bad Malente. Der Stellplatz hier ist zwar nicht besonders schön, aber dafür eher als leer zu bezeichnen. Also bleiben wir hier !

Bad Malente

Spaziergang durch den Ort, zum Abendessen Einkehr in einem schönen Restaurant mit Seeterrasse (Blick zum See). Gestärkt mit einer leckeren Steakplatte kehren wir zum Wohnmobil zurück und genießen hier den restlichen Abend.

Stärkung an "Annies Kiosk"

Stärkung an "Annies Kiosk"

Samstag, 01. August 2015:

Nach einer überraschend ruhigen Nacht stehen wir zeitig auf und sitzen schon um halb Neun am Frühstückstisch. Wir wollen zeitig los, um möglichen Staus auf der A7 in Richtung Flensburg zu entkommen. Das klappt auch recht gut. Punkt 11 Uhr passieren wir die Grenze auf der Landstraße bei Kruså und steuern direkt den kleinen Küstenort Sønderhavn an. Dort ist es Pflicht für uns, bei „Annies Kiosk“ eine Stärkung in Form eines Hot Dogs einzunehmen.

Von dort aus fahren wir in das kleine Ostseestädtchen Aabenraa und steuern direkt den Wohnmobilstellplatz am Yachthafen an. Die Formalitäten sind schnell geklärt und wir haben einen schönen Platz mit Blick auf den Aabenraa Fjord.

Wir spazieren in die Stadt. Es sind gut 10 min. zu Fuß zu laufen, aber das ist nicht wirklich ein Problem.

In der Stadt scheint ein Fest zu sein, eine Band spielt super auf (Rock & Hardrock). Aber wir spazieren erst durch die Innenstadt und bummeln durch die größtenteils noch geöffneten Geschäfte.

Eine kleine Stärkung gönnen wir uns im Form einer „Belgischen Waffel“ mit Softeis und Kaffee. Dann spazieren wir langsam zum musikalischen Eck zurück und lauschen noch recht lange der Rockmusik aus den 60er Jahren.

Zurück am Wohnmobil stellen wir Tisch und Stühle raus und genießen den Nachmittag bei herrlichem Sonnenschein im Freien. Im Plausch mit den Nachbarn vergeht die Zeit sehr schnell und es wird Zeit für unser Abendessen. Der Versuch, im Seglerheim zu essen, schlägt fehl, da alle Plätze reserviert sind. So spazieren wir ein Stück weiter zum Hafen-Grill und speisen in zwar einfacher Umgebung, dafür aber preiswert, reichlich und lecker.

So kehren wir nach einem Spaziergang entlang des Yachthafens gut gesättigt zum Wohnmobil zurück und verbringen hier den Abend mit Blick auf den Fjord.

Frühstück mit Fjordblick

Frühstück mit Fjordblick

Sonntag, 02. August 2015:

Die Nacht hier am Yachthafen war außerordentlich ruhig. Der Morgen empfängt uns mit Sonne pur, so dass wir uns das Frühstück im Freien schmecken lassen. Ein Frühstück bei herrlichem Sonnenschein und Blick auf das Meer … was will man mehr im Urlaub ?

Nach dem Frühstück noch einen Plausch mit den Nachbarn, dann drängt es uns jedoch zum Aufbruch. Wir verlassen Aabenraa in nördlicher Richtung und fahren in Richtung Haderslev. Bei Genner verlassen wir die Straße 170 und folgen der „Margeriten Route“ ein Stück an der Ostseeküste entlang.

Bei Haderslev biegen wir ab in Richtung Aarøsund. Der dortige Hafen ist sehr schön und lädt zum spazieren ein. So genießen wir den Blick auf die hier liegenden Fischerboote und lassen uns auf einen Kaffee / Tee am Hafenkiosk nieder. Ein Softeis bildet den Abschluss unseres Aufenthaltes hier am Hafen.

Über Haderslev fahren wir nun direkt weiter nach Kolding, um dort auf die Straße 161 in Richtung Middelfart abzubiegen. Der auf der Insel Fünen liegende Ort hat einen Stellplatz an einem Yachthafen, den möchten wir uns anschauen.

Als wir dort ankommen, ist es schon fast 15 Uhr, so beschließen wir, uns hier an dem schönen Stellplatz mit Blick zum Yachthafen und zum Meer nieder zu lassen. Nach Erledigung der Anmeldeformalitäten am Automaten gönnen wir uns unseren Nachmittagskaffee mit Eierlikörkuchen (von zu Hause).

Den Nachmittag verbringen wir am Stellplatz. Schnell vergeht die Zeit und es macht sich der Hunger bemerkbar, als Zeichen, dass es Zeit wird für das Abendessen. Frikadellen mit Bratkartoffeln und Gemüse werden von Mona schnell zubereitet und wir genießen auch das noch draußen im Freien.

Middelfart

    • Nachmittagskaffee im "Garten"

    • am Yachthafen

Den restlichen Abend verbringen wir wieder im Wohnmobil mit fernsehen.

Ebeltoft: Fregatte Jylland

Ebeltoft: Fregatte Jylland

Montag, 03. August 2015:

Die Sonne verwöhnt uns heute wieder ab dem frühen Morgen, so frühstücken wir wieder draußen in unserem kleinen „Vorgarten“. Dann schnell Entsorgung Brauchwasser und Toilette und schon geht es weiter mit unserer Tour. Als erstes schauen wir zum Wohnmobilstellplatz nach Frederica, nur gut 10km von Middelfart entfernt. Ein paar Bilder müssen sein, dann wieder weiter.

Wir steuern Aarhus an. Eigentlich möchten wir in das Freilandmuseum „Den Gamle By“, aber die Parkplatzsituation zwingt uns, weiter zu fahren. Also Plan B: Kurs auf Ebeltoft, einem malerischen Städtchen an der Ostsee“nase“ östlich von Aarhus.

Schnell finden wir einen Parkplatz in der Nähe der „Fregatte Jylland“, die ist das Ziel für uns. Zuletzt vor ca. 15 Jahren besichtigt, erscheint uns ein erneuter Besuch sinnvoll.

Also spazieren wir hin zum Eingang, bezahlen die 125 Dkk pro Person Eintritt (ca. 17 €) und besichtigen ausgiebig die alte Fregatte. Das Schiff ist eine Kombination aus Segel- und Dampfschiff, seinerzeit das Modernste auf der Welt.

Lange verweilen wir auf dem großen Gelände, allerdings macht sich Nachmittags gegen 14:30 Uhr dann doch der Hunger kräftig bemerkbar. So verlassen wir dann das Gelände und fahren mit dem WoMo ein Stück außerhalb des Ortes zu einem Picknickplatz und speisen dort mit Meeresblick. So gut gestärkt verlassen wir Ebeltoft und steuern Grenå an. Schnell finden wir einen Parkplatz und bummeln durch die Fußgängerzone.

Nun wird es langsam Zeit, sich um den Übernachtungsplatz Gedanken zu machen. Ca. 20km weiter steuern wir bei Bønnerup Strand den Yachthafen an und belegen auf dem dortigen Wohnmobilstellplatz gleich einen Platz mit Blick aufs Meer.

Bønnerup Lystbådehavn

Nach einer Erholungspause im Wohnmobil beschließen wir, zum Abendessen in den nahe gelegenen Hafengrill zu gehen. Eine weise Entscheidung, wie es sich dann zeigt. Die Portionen sind groß und es schmeckt total lecker, also eine absolute Empfehlung unsererseits.

Zurück am Wohnmobil verbringen wir den restlichen Abend im Wohnmobil. Der Wind weht kräftig aus östlicher Richtung, mal gespannt, wie das Nachts wird …

Randers Regnskov

Randers Regnskov

Dienstag, 04. August 2015:

Trotz nächtlicher Ruhestörung durch Jugendliche gegen 1 Uhr morgens haben wir eine ruhige Nacht hinter uns, als wir kurz vor 9 Uhr morgens aufstehen und in Ruhe frühstücken. Draußen weht noch immer kräftig der Wind, daher frühstücken wir im Wohnmobil.

Das ansonsten schöne und recht warme Wetter veranlasst uns, zuerst einen schönen Strandspaziergang zu machen. Dann Abrechnung am Kassenautomaten beim Hafenmeister und schon geht die Tour weiter, nicht ohne beim „Dagli Brugsen“ einen kleinen Einkauf zu tätigen und die kostenlosen Brötchen als Dank für die Übernachtung hier abzuholen.

Dann halten wir uns in Richtung Randers. Dort möchten wir gerne das „Randers Regnskov“ (Regenwald) besuchen.

Wir freuen uns, dort schnell einen Parkplatz gefunden zu haben, werden dann aber schnell enttäuscht … hier ist eingeschränktes Halteverbot und regelmäßig kommen Politessen vorbei.

Der offizielle Parkplatz ist belegt, so beschließen wir die Weiterfahrt. Das kleine Städtchen Hadsund ist unser nächstes Ziel. Dort ein schneller Einkauf im „Fakta“-Supermarkt, eine Runde durch die Stadt, und schon geht es weiter.

Über Als und Øster Hurup halten wir uns so nahe wie möglich an der Ostsee entlang gen Norden. Zwischen Øster Hurup und Egense halten wir auf einem Rastplatz für Kaffee und Kuchen. Dann weiter bis Egense. Dort ist ein riesiger Menschenauflauf, aber wir finden nicht heraus warum. Wir kommen im Schritttempo bis zum Fähranleger. Hier müssen wir mit der Fähre nach Hals übersetzen (Kosten: 100Dkk).

es regnet in Voerså

es regnet in Voerså

In Hals ist der Menschenauflauf noch um ein Vielfaches schlimmer. Wir wissen immer noch nicht … warum. Egal, wir fahren weiter bis Voerså, hier ist in dem kleinen Yachthafen ein Wohnmobilstellplatz für ca. 15 Mobile. Wir haben noch gute Platzauswahl.

Als erstes spazieren wir ein wenig am Yachthafen entlang, dann genießen wir noch die warme Luft zum draußen sitzen. Wohlweislich nehmen wir das Abendessen im Wohnmobil ein, es fängt das Regnen an (entsprechend der Wettervorhersage).

So langsam füllt sich der Platz mit weiteren Mobilen, während wir gemütlich im WoMo sitzen und fernsehen. Später zieht dann ein Gewitter auf …

Voerså Lystbådehavn

Mittwoch, 05. August 2015:

Nach einer regenreichen Nacht stehen wir kurz vor neun Uhr morgens auf. Die Sonne lacht, als wenn nichts gewesen wäre, die Luft ist klar und man kann herrlich durchatmen.

Während Mona duscht, kümmert sich Rainer um das Frühstück. Heute im Wohnmobil, aber nur, weil draußen das Gras sehr nass ist und es da nicht so wirklich Spaß macht ;-)

Nach dem Frühstück nutzen wir das tolle Wetter und spazieren zuerst eine schöne Runde um den Fischereihafen und anschließend die gut einen Kilometer lange Hafenmole vor bis zur Einfahrt mit den zwei Lichtzeichen (Mini-Leuchttürme).

Panoramabild: Voerså Lystbådehavn

Zurück am Wohnmobil machen wir es uns draußen gemütlich. Leider zieht der Himmel mehr und mehr zu, der Wind wird nach und nach frischer. Rainer nutzt die Zeit am Platz für Ver- und Entsorgung des Wohnmobiles. Toilette entleeren, Wassertank auffüllen, Brauchwasser ablassen. Das alles ist hier bei dem schönen Platz problemlos möglich.

Sæby - Wohnmobilstellplatz

Sæby - Wohnmobilstellplatz

Am frühen Nachmittag beschließen wir dann doch, dass wir noch ein Stückchen fahren wollen. Das Ziel ist der Ort Sæby, ca. 15km weiter nördlich. Genauer gesagt wollen wir uns dort den Wohnmobilstellplatz anschauen. Gesagt … getan … ein paar Fotos vom Stellplatz direkt am Hafen, dann einen Spaziergang am Hafen, natürlich nicht ohne Stärkung (Hot Dog).

Gegen 16 Uhr fahren wir wieder zurück nach Voerså zum Stellplatz am kleinen Fischereihafen. Hier verbringen wir den restlichen Tag in aller Ruhe und Gemütlichkeit.

Øksnebjerg (95m)

Øksnebjerg (95m)

Donnerstag, 06. August 2015:

Obwohl es auch diese Nacht auch etwas geregnet hat, zeigt sich der Morgen von seiner besten Seite. Gemütlich frühstücken wir draußen. So kommen wir auch erst etwas später von dem schönen Stellplatz weg.

Unser Ziel ist eigentlich Frederikshavn, aber nicht auf direktem Weg, sondern entlang der Margeriten – Route. Diese führt uns zu einem schönem Aussichtspunkt, sagenhafte 95m ü.d.M., hier halten wir kurz und genießen die Aussicht.

Wenige Kilometer weiter kommt der Hinweis auf das „Bunker-Museet“ (Bangsbo Fort), einem Bunkermuseum. Diesem widmen wir nun den restlichen Vormittag und schauen uns in Ruhe die Anlage an. Mit vielen Bildern und Eindrücken im Gepäck kehren wir zum Wohnmobil zurück und versuchen unser Glück mit einem Parkplatz in Frederikshavn.

Am Fährterminal finden wir problemlos einen Parkplatz, zwar kostenpflichtig, aber dafür zentrumsnah. Schon nach wenigen Gehminuten sehen wir eine Hinweistafel auf ein Frokostmenu für 79 DKK, bestehend aus vielerlei Sorten Fisch. Da unsere Mägen Einverständnis signalisieren, leisten wir uns dies. Keine schlechte Entscheidung !

Hervorragend gesättigt spazieren wir noch gemütlich durch die Fußgängerzone. Mittlerweile ist es kurz nach 15 Uhr, unsere Füße signalisieren Müdigkeit, so gehen wir zum Wohnmobil zurück. Als erstes fahren wir den Wohnmobilstellplatz von Frederikshavn an und stellen fest, dass dieser keine Option ist. 150 DKK für einen einfachen Platz ohne Toiletten und Duschen, da sind wir uns schnell einig und fahren die 20km zurück nach Voerså, zu dem uns jetzt bestens bekannten Stellplatz am kleinen Fischerhafen.

Frederikshavn

Später dann die Überraschung … die Pinneberger Wohnmobilfahren Jutta & Jörg, die wir in Aabenraa kennen gelernt hatten, fahren auf den Platz. Schnell sind wir und einig, dass wir uns nebeneinander stellen, die Türen gegenüber, so können wir gemütlich Tisch und Stühle zusammen aufstellen. So verbringen wir gemeinsam den Abend und sitzen bis spät in die Nacht …

Damit beenden wir hier den ersten Teil der Jubiläumsfahrt "25 Jahre Dänemark" und verweisen auf den Teil 2:

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