2016: Heimreise über Dänemark (Teil 7)

Der letzte Teil unserer Sommertour 2016 durch Schweden führt uns dann doch noch für ein paar Tage nach Dänemark. Einen Überblick über diesen Teil der Sommertour können Sie sich mittels einer Übersichtskarte mit folgendem Link machen:

Die Karte enthält sowohl die Route, als auch ergänzende Links zu den Sehenswürdigkeiten, sowie unsere besuchten Stell- bzw. Übernachtungsplätze

Montag, 15.August 2016 (Fortsetzung):

Überpünktlich legt die Fähre ab und nimmt die Fahrt in Richtung Dänemark auf. Der Wind der letzten Tage ist weg, die Sonne scheint und das Fahrwasser ist ruhig. Die viereinhalb Stunden Fahrt nach Grenå in Dänemark vergehen doch recht schnell. Pünktlich laufen wir in den Hafen ein und kommen auch schnell von Bord.

Überfahrt Varberg -> Grenå

Pølsemix in Bønnerup Strand

Pølsemix in Bønnerup Strand

Da wir während der Überfahrt uns nur eine überteuerte Kleinigkeit auf der Fähre gegönnt haben, liebäugeln wir mit einem ordentlichen, wenn auch verspäteten, Mittagessen am Hafenkiosk von Bønnerup Strand. Das bedeutet nur einen kleinen Umweg auf dem Weg nach Randers.

Gut gestärkt geht es weiter. Die heutige Fahrt führt uns von Randers entlang der E45 an Aalborg vorbei bis kurz vor Frederikshavn. Der kleine Fischereihafen Voerså ist unser Ziel. Hier waren wir ja auch schon bei der Anreise nach Schweden zu Gast.

Warum nochmal in den Norden Dänemarks ? Das werdet ihr morgen erfahren ;-)

Auf jeden Fall genießen wir den Abend bei strahlendem Sonnenschein und ungewohnt warmen Temperaturen. Bis 20 Uhr sitzen wir sommerlich gekleidet draußen …

Frühstück Outdoor in Voersø

Frühstück Outdoor in Voersø

Dienstag, 16.August 2016:

Eine wirklich ruhige Nacht liegt hinter uns, als wir morgens erstmalig aus dem Fenster schauen und von der Sommersonne begrüßt werden. Mit 20° ist es schon kurz nach 9 Uhr angenehm warm, Grund genug für uns, draußen zu frühstücken. Es ist das erste Mal auf dieser Tour, dass wir dies genießen dürfen !

Nach dem Aufräumen und der Ver- und Entsorgung unseres Mobiles fahren wir los. Über Frederikshavn steuern wir den Westen Nordjütlands an. Die Wanderdüne um den Leuchtturm Rubjerg Knude Fyr ist unser Ziel.

Schon von Vennebjerg aus sehen wir die langgestreckte Düne mit dem Leuchtturm fast mittig. Ebenso sehen wir auch viele Menschen wie Ameisen auf den Dünen.

Schnell kommen wir durch Lønstrup durch und gelangen zum Parkplatz des Leuchtturmes. Aber jetzt … dicht an dicht stehen die Fahrzeuge, sogar mit einem PKW gäbe es Platzprobleme. Verärgert drehen wir nach einer Schleichrunde über den Parkplatz ab. Verärgert deshalb, weil der Besuch des Leuchtturmes bei strahlendem Sonnenschein einfach ein Muss ist und außerdem seit diesem Jahr der Leuchtturm wieder begehbar ist, heißt, eine Treppe ist eingebaut worden. Gerne wären wir den Leuchtturm nach fast 25 Jahren nochmals hinaufgestiegen …

Von der Vennebjerg Mølle aus machen wir noch ein paar Foto's bevor wir nach Hjørring zurück fahren. Dort kaufen wir im Supermarkt Grillfleisch ein.

an der Vennebjerg Mølle

    • Blick zum Rubjerg Knude

    • die Vennerbjerg Mølle

    • Blick nach Lønstrup

Das Alternativprogramm zum Rubjerg Knude Fyr heißt nun Hirtshals Fyr mit Bunkermuseum. Schnell sind wir die wenigen Kilometer gen Norden gefahren und stellen unser Womo am Parkplatz ab. Um den Leuchtturm herum spazieren wir durch die Dünen von einem Bunker zum anderen. Eine freie Sitzbank mit Tisch lädt uns zum verweilen, bzw. zum verspeisen der eben gekauften Pølsehorn(er).

Rainer fotografiert noch ein wenig, dann fahren wir weiter in Richtung Tversted.

am Hirtshals Fyr

Bei Uggerby biegen wir zum Strand ab, wir wissen, dass der mit Wohnmobil / PKW befahrbar ist und dass dort in der Regel wenig los ist. So ist es auch. Wir nutzen die Zeit für einen kleinen Strandspaziergang und stecken die Füße in das frische Nordseewasser.

Mittlerweile ist es kurz vor 16 Uhr. Es wird Zeit, zu unserer Verabredung in Bindlev zu fahren. Kurzfristig haben wir ein Treffen mit Evi & Regnar ausgemacht, die beiden kennen wir ja schon viele Jahre und wenn wir in der Gegend sind, besuchen wir die zwei mit ihren Kindern auch recht gerne.

Nach der herzlichen Begrüßung erst einmal Kaffee und Gebäck inkl. angenehmer Unterhaltung. Später wird dann der Mr. Weber angeworfen und das gesamte vorhandene Grillgut auf dem großen Grill plaziert. Regnar macht hierbei als „Grillmeister“ eine gute Figur.

Wir sitzen dann noch lange draußen, gewärmt durch den Feuerkamin. Erst nach 23 Uhr finden wir ein Ende, aber schließlich dürfen die Beiden morgen arbeiten, da müssen wir auch Rücksicht nehmen.

Uggerby & Bindslev

    • Spaziergang am Uggerby Strand

    • Strandgut bei Uggerby

    • Kamin verschafft wohlige Wärme

Rubjerg Knude Parkplatz

Rubjerg Knude Parkplatz

Mittwoch, 17.August 2016:

Die Nacht war ruhig, aber doch irgendwie kurz, als wir um 8 Uhr aufstehen. Warum so bald ? Rainer hat die „Order“ herausgegeben, heute ganz früh einen zweiten Versuch mit dem Leuchtturm Rubjerg Knude Fyr zu probieren.

Schnell verabschieden wir und noch von Evi, dann fahren wir auch schon los, ohne gefrühstückt zu haben. Punkt 9 Uhr kommen wir am Parkplatz vom Leuchtturm an und haben keine Platzprobleme !

So spazieren wir auch gleich los. Noch sind keine Menschen auf der Düne zu sehen, das freut uns ganz besonders. Ganz besonders freuen wir uns darauf, den Turm endlich mal wieder besteigen zu können. Am Turm angekommen, sehen wir auch schon die „neue“ Treppe, gebaut aus Metallgitter.

Sogleich beginnen wir mit dem Aufstieg. Wir ? Ja wir … sogar Mona steigt den Turm hinauf und möchte die Aussicht genießen.

So langsam sind wir nicht mehr alleine … nach und nach kommen vereinzelt Menschen zum Turm, aber von Menschenmassen ist dies weit entfernt. Wir spazieren langsam wieder zurück zum Wohnmobil, wohl wissend, wieder einige schöne Foto's im Gepäck zu haben. Einen Teil dieser Foto's sind in der folgenden Bildergalerie zu sehen:

Bildergalerie "Rubjerg Knude Fyr"

Eine umfassende Beschreibung über die Düne und den Leuchtturm ist bei Wikipedia nachzulesen. Bitte folgen Sie dazu diesem Link:

Da sich jetzt auch so langsam der Magen meldet, räumen wir den Parkplatz vom Leuchtturm und fahren einen Kilometer weiter zum Parkplatz des alten Rubjerg Friedhofes. Die erhoffte Ruhe haben wir hier zwar auch nicht ... vor allem wegen der blökenden Schafe ;-), aber wir genießen unser verspätetes Frühstück trotzdem.

Heute müssen wir noch ein paar Kilometer hinter uns bringen, so fahren wir erst mal in Richtung Aalborg. Bei Aabybro der obligatorische Halt bei der Mejeri. Einkauf von Käse und Eis, dann geht es auch schon weiter in westlicher Richtung nach Thisted.

    • Frühstück ...

    • ... mit Schafen ;-)

    • Aabybro Mejeri

Hinter Thisted zweigen wir ab nach Nr. Vorupør, dem Urlaubsort, mit dem 1990 alles begann …

In Nr. Vorupør angekommen, spazieren wir zuerst die Mole hinaus und stellen fest, dass hier in den letzten Jahren wohl einiges modernisiert wurde. Ein beruhigtes Schwimmbecken wurde angelegt,ein Toilettenhäuschen und die Mole fast komplett erneuert, schön geworden … muss man hier einfach mal sagen.

Leider hält sich die Sonne hier etwas bedeckt … trotzdem spazieren wir noch zum Fischladen und erstehen geräucherten Lachs für Abendessen und lassen uns auch gleich mit Fischfrikadellen belegte Brötchen schmecken.

Nr. Vorupør

Von Vorupør aus geht es dann stramm weiter über Struer hinunter nach Ringkøbing. Der Stellplatz am dortigen Yachthafen ist unser Ziel. Gut besucht ist er, aber wir bekommen noch einen guten Platz.

Zum Abendessen lassen wir uns den geräucherten Lachs aus Vorupør munden und genießen anschließend den restlichen Abend bei strahlendem Sonnenschein aber leider frischem Wind.

Stellplatz Ringkøbing Havn"

    • Fisch aus Vorupør

    • Blick auf den Fjord

    • am Stellplatz

Donnerstag, 18.August 2016:

Eine angenehme Nachtruhe ist doch etwas Feines … gut erholt stehen wir kurz vor 9 Uhr auf und frühstücken. Anschließend ist noch ein Stadtbummel angesagt, anschließend geht es wieder auf die Piste. Wir entscheiden uns für die Fahrt über die Bundesstraße(n) gen Süden und somit gegen den sonst bei uns üblichen Weg entlang der Küste bei Holmsland Klit.

Ringkøbing Impressionen

Supermarkt in Ribe

Supermarkt in Ribe

Eine Fehlentscheidung … LKW's bremsen uns aus, aber noch viel schlimmer, die überbreiten Traktoren, oft mit (zumindest optisch) überladenen Anhängern, die von LKW's fast nicht überholt werden können. Die Fahrt über Varde bis Ribe gestaltete sich als Geduldsspiel und das ist nicht gerade Rainer's Stärke ;-)

Aber irgendwann kommen wir beim Supermarkt Føtex in Ribe an. Der obligatorische Einkauf zum Ende der Tour, verbunden mit einem Fransk Hotdog in der Cafeteria, das muss einfach sein.

Mittlerweile ist es nach 14 Uhr geworden. Viel Strecke wollen wir nicht mehr zurücklegen, wir entscheiden uns zur Fahrt auf die Insel Rømø. Der Stellplatz „Oasen Rømø” ist um 70 Stellplätze erweitert worden, ca. 300 m vom bisherigen Rondell-Platz entfernt. Wir haben Glück und ergattern einen der letzten freien Plätze direkt am Wasser.

Schnell sind die Formalitäten am Automaten geklärt und schon sitzen wir draußen in der angenehmen Nachmittagssonne und genießen Kaffee und leckeres Gebäck.

Insel Rømø - Stellplatz

    • Rømø Damm

    • Stellplatz - Parzelle

    • Kaffeepause ...

Wir genießen den Nachmittag und fahren zum Abendessen gegen 18 Uhr hinunter an den Hafen. Da die Plätze am Stellplatz ab Bezahlung reserviert sind, ist das auch kein Problem. In Havneby steuern wir direkt den Hafengrill an und bestellen und Burger mit Pommes. Das war doch mal wirklich was Leckeres ;-)

Anschließend zurück auf den Stellplatz. Der Himmel hat sich mit dunklen Wolken zugezogen und ein frischer Wind weht. Mal sehen, wie sich das Wetter entwickelt.

    • kleine Burger ;-)

    • am Hafen

    • Sonnenuntergang

Frühstück outdoor

Frühstück outdoor

Freitag, 19.August 2016:

Das Gebell einer Fußhupe reißt uns morgens um halb sieben aus dem Schlaf … das die kleinen Tölen keine Rücksicht auf die schlafende Bevölkerung nehmen können ;-)

Wir schlafen noch gut eine Stunde weiter und machen kurz vor 8 Uhr das Rollo hoch und sehen strahlend blauen Himmel. Wir beschließen, nicht mehr müde zu sein und stehen auf. Das Thermometer zeigt 20° für draußen, also ist das Frühstück für draußen Pflicht.

Wir genießen den schönen Morgen, wohl wissend, dass wir heute Dänemark verlassen und uns auf den Heimweg machen müssen. Schnell sind dann die Sachen gepackt und wir verlassen die Insel.

Hjerpsted - Sylt Fähre

Hjerpsted - Sylt Fähre

Noch ein schneller Einkauf im Supermarkt Fakta in Skærbæk, dann fahren wir über die Ballum Enge in Richtung Højer. Bei Hjerpsted kurzer Halt am Parkplatz am Wattenmeer, Mona möchte noch Muscheln sammeln.

Bei Aventoft überqueren wir die Grenze und sind somit wieder auf deutschem Gebiet. Wirklich ? Vor den Supermärkten hier stehen wir als einziges deutsches Fahrzeug ;-)

Nun, wir wissen ja, warum. Auch wir kaufen noch etwas im Supermarkt ein und machen uns dann weiter auf den Weg Richtung Heimat.

Auf der A23 bei Pinneberg beginnt das Elend und setzt sich über Elbtunnel bis kurz vor Hannover fort …

Hodenhagen

Hodenhagen

... gemütliches Abendessen am letzten Abend

... Stau – Stau – Stau … fast zwei Stunden Zeit verlieren wir dadurch um kommen erst gegen 18 Uhr am Stellplatz Hodenhagen an. Abendessen natürlich outdoor, auch den restlichen, sprich letzten Abend der Tour genießen wir noch draußen.

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Samstag, 20.August 2016:

Die ruhige Nacht ist für uns um 8 Uhr morgens vorbei. Wir stehen auf und frühstücken noch in Ruhe. Nach dem Aufräumen brechen wir kurz nach halb zehn auf und fahren über die Anschlussstelle Westernholz auf die A7 in Richtung Hannover.

Es ist reger Verkehr auf der A7, aber wir kommen zumindest ohne Störung voran. Da der Verkehr läuft, gibt es auch keine Not anzuhalten.

So fahren wir den Teil mit Bundesstraße von Göttingen bis zur A4 (Eisenach → Erfurt) ohne Pause durch. Erst auf der A4 entschließen wir uns für eine Pause, die wir uns dann am Autohof „Drei Gleichen“ auch gönnen.

Gut gestärkt fahren wir das letzte Stück bis nach Hause, wo Mensch und Material wohlbehalten um 15:30 Uhr eintreffen. Hinter uns liegt eine Tour von 22 Tagen mit viel Neuem, aber auch viel Bekanntem. Nun heißt es, das Erlebte zu verarbeiten, die vielen Bilder zu sortieren und aufzuarbeiten. Erst dann werden uns die Details der Tour wieder bewusst werden.

Für die Statistik:

Gefahrene Kilometer gesamt: 4513 km !!!

Das sind im Tagesschnitt über 200km ...

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