2016: Dalsland und Värmland (Teil 3)

Einen Überblick über den dritten Teil der Sommertour 2016 können Sie sich über folgenden Link machen:

Die Karte enthält sowohl die Route, als auch ergänzende Links zu den Sehenswürdigkeiten, sowie unsere besuchten Stell- bzw. Übernachtungsplätze

Freitag, 05.August 2016:

Schon während der Nacht ziehen immer wieder Regenschauer über uns hinweg … das ändert sich im Tagesverlauf nicht sonderlich, so weichen wir von der ursprünglichen Planung ab und wollen nach dem Frühstück zuerst zu Felsenmalereien fahren.

Wir steuern den Ort Högsbyn an, dort finden wir den Hinweis zu den Felsenmalereien. Kaum ausgestiegen, öffnet der Himmel seine Schleusen … also gleich wieder zurück ins Wohnmobil und weiter nach Fröskog (bei Fengersfors). Dort steht eine alte Holzkirche. Kaum aus dem Wohnmobil draußen, fängt es wieder das Regnen an, es reicht gerade für eine Hand voll Bilder. Leider ist die Kirche geschlossen, so können wir sie nicht von innen besichtigen.

Also weiter zum nächsten Ziel. Da Rainer der Weg, den das Navi vorschlägt, einen zu großen Umweg bedeutet, fährt er nach Karte … eine Fehlentscheidung, wie sich schnell heraus stellt. Es ist eine Schotterpiste, gespickt mit Schlaglöchern … und vor allem: schmutzig !!!

Aber wir kommen wohlbehalten zu dem Dörfchen Ånimskog, dort steht eine Steinkirche aus dem 12. Jahrhundert, die „Ånimskog Kyrka“. Wenigsten diese ist zu besichtigen, auch wenn es im Augenblick nicht regnet.

Ånimskog Kyrka

verspieltes Kätzchen

verspieltes Kätzchen

Auf dem Rückweg zum Wohnmobil machen wir die Bekanntschaft mit einem süßen kleinen Kätzchen, sehr verschmust und zutraulich … am liebsten hätten wir sie mitgenommen ;-)

Weiter über die Schotterpiste kommen wir irgendwann auf die E45 und entlang dieser nach Åmal. Eine Runde durch die Stadt inkl. Besichtigung des Wohnmobilstellplatzes am Hafen, dann fahren wir weiter nach Säffle.

Schnell haben wir dort einen Parkplatz gefunden und spazieren als erstes zum Säffle Kanal.

Vor zwei Jahren waren wir schon einmal hier. Dieses Mal durchfährt leider kein Schiff die Schleuse, so spazieren wir gemütlich zurück zur Innenstadt. Ein schneller Einkauf im Supermarkt, dann wieder zurück zum Wohnmobil.

Säffle Kanal

    • am Kanal

    • an der Schleuse

    • am Kanal

    • im Supermarkt

Der Säffle-Kanal:

Der Säffle-Kanal beginnt in Säffle und endet in Arvika. Manchmal wird der Kanal auch "Vikingaleden" genannt.

Der Kanal ist 80 km lang. Seine Steigung beträgt nur knapp einen Meter, weshalb es nur eine Schleuse auf dem Weg nach Arvika gibt, und die liegt gleich am Anfang mitten in Säffle.

Auf dem Säffle-Kanal passiert man nördlich von Säffle den Harefjorden und südlich von Arvika den Glafsfjorden. Auf der Strecke gibt es fünf Gästehäfen für Boottouristen, u. a. in Klässbol. (Quelle: www.schwedentipps.se)

Die weitere Fahrt führt uns nach Ekenäs, eine Halbinsel, die weit in Schwedens größten Inlandssee, den Vänern See hineinragt. An der Spitze dieser „Nase“ ist ein kleiner Yachthafen und ein kleiner Campingplatz. Letzteren steuern wir auch gleich an und sichern uns einen Platz für die Nacht.

Mittlerweile ist es 15 Uhr, der kleine Hunger macht sich bemerkbar. Wir gönnen uns eine Mahlzeit an dem kleinen Imbiss bei strahlender Sonne, aber frischem Wind. Dann zurück zum Wohnmobil. Den restlichen Tag und Abend verbringen wir am und im Fahrzeug … wieder ohne fernsehen, da die Bäume hinter uns den Kontakt zum Satelliten verhindern …

Ekenäs Camping

Samstag, 06.August 2016:

Heute kommen wir erst relativ spät aus den Federn, so wird es fast 10 Uhr, bis wir frühstücken. Aber schließlich haben wir Urlaub !

Wir verlassen Ekenäs und fahren über Säffle gen Norden in Richtung Karlstad. Wenige Kilometer vor der Stadt entdecken wir ein großes Einkaufzentrum: das „Bergvik Center“. Wegen der unsicheren Wetterlage entscheiden wir uns für einen Einkaufsbummel. Letztendlich wirklich einkaufen tun wir nur im „Stora COOP“, Lebensmittel, Getränke, Kaffee usw., was man noch so unterwegs gebrauchen könnte.

Erfahrungsgemäß macht einkaufen hungrig. Ein Blick auf die Uhr: es ist fast 14 Uhr rechtfertigt das Gefühl und wir gönnen uns das „Lyxig Helgbuffè“ beim „Arizona Steakhouse“ hier im Einkaufszentrum. Der Preis von 110 SEK (ca. 12 €) ist angesichts der Auswahl und der Qualität angemessen.

Bergvik Center - Karlstad

    • am Parkplatz

Parkplatz Mariebergsskogen

Parkplatz Mariebergsskogen

Gut gesättigt gehen wir zurück zum Wohnmobil. Der Himmel sieht nun deutlich freundlicher aus, nur ein kühler Wind weht. Da es mittlerweile schon 15 Uhr ist, verwerfen wir den ursprünglichen Plan, hier in Karlstad den Stadtpark „Mariebergsskogen“ zu besuchen und machen uns auf die Suche nach einem Stellplatz für die Nacht. Die erste Auswahl erscheint uns nicht so geeignet, so fahren wir den Parkplatz von Mariebergsskogen an. Hier soll man auch über Nacht stehen können.

Wir sind wohl nicht die Einzigen, die so denken … es stehen schon einige Mobile hier und gegen Abend werden es noch mehr. Aber wir nutzen erst mal die Zeit und spazieren nun doch in den Stadtpark „Mariebergsskogen“. Der Park ist ein Mix aus Spielplatz, Tiergehege, Freilichtmuseum u.v.m., ein leckeres Eis bildet den Abschluss des Parkbesuches, wobei ein schwarzer Rabe uns beim Eis schlecken schwer belästigt.

Bildergalerie "Mariebergsskogen"

Mariebergsskogen, Karlstads Stadtpark:

Der Mariebergsskogen ist Karlstads traditionsreicher Stadtpark. Den Sommer über gibt es hier viele Aktivitäten und Veranstaltungen. Musikveranstaltungen aus dem Mariebergsskogen werden gelegentlich sogar im schwedischen Fernsehen übertragen. Überdies bietet der Mariebergsskogen:

Cafés, Kiosk, Spielplätze, Badestelle, Minigolf, Bimmelbahn, Grillplätze und:

Schwedens einziger botanischer Garten, der zugleich Kinderspielplatz ist ("Sinnesgarten") sowie Lillskogen, ein Streichelzoo für Kinder — mit Hoftieren wie Kühen, Ponys, Minischweinen, Ziegen, Schafen, Kaninchen, Hühnern und frechen Gänsen.

Absolut sehenswert ist das Freilichtmuseum mit einer Sammlung von alten Häusern und Höfen innerhalb des Parks.

Naturum Värmland:

Das Naturum Värmland im Mariebergsskogen entstand 2002. Es liegt am Ufer des Vänern. Von der geschützten Außenterrasse oder durch die großen Panoramafenster hindurch hat man einen schönen Blick auf Schilf, Vogelschutzgebiet und alten Kiefernwald. Man sieht auch einen Wanderpfad durch das Schilf — er ist drei Kilometer lang und führt zu einem Vogelbeobachtungsturm.

Auch pädagogisch ist das Naturum toll aufgebaut. Es präsentiert Värmlands Natur und Kultur. Wir sehen viele Eltern mit Kindern. Die Kinder haben Spaß zu kriechen und zu klettern, Natur zu hören, anzufühlen und auszuprobieren.

Auf einem Rundweg, der unter der Decke des Naturum aufgehängt ist, können sie laufen und Mama und Papa zugucken, wie sie ein Stockwerk tiefer Kaffee trinken. Alles ist sehr hell in skandinavischem Holz eingerichtet. (Quelle: www.schwedentipps.se)

Den Abend verbringen wir abermals im und am Wohnmobil und hoffen natürlich auf angenehme Nachtruhe.

Sonntag, 07.August 2016:

Naja … mit der Nachtruhe hat es dann doch nicht so geklappt. In der Nachbarschaft haben wohl jüngere Herren einen Party gefeiert und waren der Meinung, nachts lautstark kreischend hinter uns ins Wasser zu springen und sich abzukühlen. Dies taten sie so ca. im Abstand von einer Stunde insgesamt 3 Mal. Irgendwann war dann doch mal Ruhe am Parkplatz.

Als wir gegen 9 Uhr aus den Federn kriechen, sind wir nicht so wirklich ausgeschlafen. Und Hunger haben wir auch nicht so wirklich. Also beschließen wir, ohne Frühstück loszufahren und später etwas zu essen. Vom Parkplatz aus steuern wir die E18 an, die uns von Karlstad nach Kristinehamn bringt.

Picasso Skulptur

Picasso Skulptur

In Kristinehamn folgen wir der Ausschilderung zum Picasso Skulptur und kommen dabei am Supermarkt LIDL vorbei, ein paar frische Brötchen wären nicht schlecht, also ab auf den Parkplatz. Leider wird es mehr, als nur ein paar frische Brötchen. Mona lässt es sich nicht nehmen, jeden Gang des Supermarktes gründlich und geruhsam abzugehen …

Irgendwann kommen wir weiter und gelangen nach wenigen Kilometern zu dem Parkplatz bei der Skulptur von Picasso. Wir schlendern ein wenig herum, Rainer fotografiert, dann ziehen wir uns auch schon wieder zurück und suchen hier am „Valösundet“ einen Parkplatz, der uns während dem verspäteten Frühstück einen schönen Blick auf die Villen und Boote ermöglicht. Diesen finden wir auch schnell und wir genehmigen uns dann doch endlich unser Frühstück.

Sjötorp (Göta Kanal)

Sjötorp (Göta Kanal)

Wir wollen heute noch bis zum Göta Kanal fahren. Den Einstieg machen wir bei Sjötorp, hier wurde 1810 begonnen, diesen Kanal zu bauen. Mit der Ankunft in Sjötorp haben wir auch die Provinz Värmland verlassen und sind nun in Västergötland angekommen. Hier in Sjötorp wurde 1810 begonnen, diesen Kanal zu bauen. Er verbindet die beiden größten Binnenseen Schwedens, den Vänern See mit dem Vättern See.

Damit endet hier der Bericht über den zweiten Teil unserer Reise.

Weiter geht es mit dem Teil vier von der Provinz Värmland nach Västergötland, dem Göta Kanal entlang:

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