2012: MittelschwedenTour im Sommer - Teil 4

Saltö Naturreservat

Saltö Naturreservat

Mittwoch, 15. August 2012:
Der heutige Morgen begrüßt uns mit klarem Himmel und Sonne pur. So spazieren wir nach dem Frühstück durch den Wald zum "Klippstrand", dies ist der steinige Strand hier an der Schärenküste vor Strömstad.

Uns wird hier eine Traumlandschaft geboten. So schön auch die Gegend der drei Seen der letzten 2 Wochen war, hier ist es eigentlich unsere Welt. Dies wird im Tagesverlauf noch viel deutlicher werden

am Klipstrand vom Saltö Naturreservat

am Klipstrand vom Saltö Naturreservat

... Morgenspaziergang bei herrlichstem Sommerwetter

Strömstad Hafen

Strömstad Hafen

Zurück am Parkplatz starten wir langsam in Richtung Strömstad. Die schöne Stadt kurz vor der norwegischen Grenze ist der nördlichste Punkt für uns hier an der Schärenküste von Bohuslän.

Das Wetter meint es heute verdammt gut mit uns. Schon am späten Vormittag erreicht die Temperatur für uns hier ungewohnte 23 . Vom Parkplatz vor dem (nur zu gut bekannten) Krankenhaus spazieren wir in aller Ruhe das komplette Hafengebiet durch. So vergeht die Zeit und wir verspüren dann doch etwas Hunger. Wir landen bei einem Asiaten und gönnen uns das "Asiatische Buffet" für 99 SEK pro Person). Das gebotene Essen ist o.k., die Auswahl an Gerichten könnte etwas größer sein. Geschmacklich eher in Richtung Thai angesiedelt, ist es absolut o.k. !

langer Spaziergang am Hafen von Strömstad

langer Spaziergang am Hafen von Strömstad

... bei so einem Wetter macht Urlaub Spaß ;-)

Godisbolaget

Godisbolaget

Dann zurück zum Wohnmobil und wir fahren an den nördlichen Stadtrand. Hier kennen wir von früheren Touren das "Godisbolaget", einem total "süßem" Supermarkt. Natürlich kaufen wir bei den recht günstigen Preisen und der riesigen Auswahl wie immer etwas ein.

Aber dann verlassen wir Strömstad langsam in Richtung Süden. Nachdem wir letzte Nacht die Inseln Tjärnö und Saltö kennen gelernt haben, ist nun die Insel Råssö dran. Wir fahren bis an das Ende der Straße und landen an einem gemütlichen kleinen Hafen. Sogar ein kleiner Supermarkt ist hier.

beschaulicher Hafen auf der Insel Råssö

beschaulicher Hafen auf der Insel Råssö

... ein Ort, der zum Verweilen einlädt

Grebbestad

Grebbestad

Nach einem gemütlichen Spaziergang verlassen wir den Ort und fahren weiter nach Havstensund, eine Landzunge gen Norden in der Nähe von Grebbestad. Leider finden wir hier am Ende keinen Parkplatz und auch die Dorfkirche ist nicht zu besichtigen, so fahren wir dann nach Grebbestad hinein.

In diesem mittlerweile uns nur zu gut bekannten Ort spazieren wir zuerst am Hafen entlang. Kleine Stärkung mittels einem Softeis (für Rainer, sehr lecker) bzw. schwedischem (=warmen) "Eiskaffee" (für Mona) gehört dazu. Ein Einkauf bei der "Grebbestad Rökeri" für unser Abendessen heute ist logischerweise obligatorisch !

Spaziergang entlang des Hafens von Grebbestad

Spaziergang entlang des Hafens von Grebbestad

... natürlich mit kleiner Stärkung (siehe Bericht)

Åsleröds Camping

Åsleröds Camping

Mittlerweile ist es nach 16 Uhr. Wir machen uns Gedanken über die Bleibe für die Nacht. Der letzte Besuch eines Campingplatzes liegt schon ein paar Tage zurück, für heute sollte es wieder einer sein. Der überlaufene und hektische Campingplatz "Grebbestrand Fjorden" fällt für uns aus (325 SEK pro Nacht), so suchen wir ein wenig. Südlich von Fjällbacka landen wir dann etwas abseits auf dem wunderschön und ruhig gelegenem Campingplatz "Åsleröds Camping". Schnell haben wir auf dem Platz Nr. 13 eingecheckt und genießen bei mittlerweile 26 den Abend. Da uns die Sonne sogar zu warm wird, fahren wir sogar die Markise aus, so kann man es dann doch aushalten.

Wir genießen den restlichen Abend hier auf dem ruhigen Platz und hoffen, dass der Sommer nun auch in Schweden endlich Einzug gehalten hat

gemütlicher, kleiner Campingplatz Åsleröds Camping

gemütlicher, kleiner Campingplatz Åsleröds Camping

... in der Nähe von Fjällbacka

Fjällbacka

Fjällbacka

Donnerstag, 16. August 2012:
Etwas verhalten bezüglich Sonne, aber recht warm begrüßt uns der neue Tag. Wir nutzen den Campingplatz nach dem Früshstück noch für die Ver- und Entsorgung unseres Wohnmobiles und fahren dann als erstes nach Fjällbacka. Als wir dort gegen 10:30 Uhr eintreffen, bekommen wir noch problemlos einen Parkplatz und spazieren gemütlich durch den schönen Ort. Kleiner Einkauf beim Bäcker, dann kommt Rainer auf die Idee, den "Veddeberg" zu besteigen. Mona zieht erst mit, als dann aber der felsige uns schwierige Teil des Aufstiegs durch die Königsschlucht kommt, bleibt sie dort sitzen. Rainer geht nun den restlichen Weg alleine.

Oben auf dem Veddeberg (76m ü.d.M) hat man einen herrlichen Blick über Fjällbacka und die Schärenküste hier. Ein Panoramabild ist ein Muss, auch wenn wir schon eines von hier haben. Nach einer Weile des Genießen hier oben wird es dann doch Zeit für den Abstieg, damit Mona nicht zu lange warten muss. Etwas unheimlich ist jedes mal das Durchgehen der Felsspalte (Königsschlucht) mit den oben hängenden Felsbrocken, aber die hängen ja schon ein paar hundert oder tausend Jahre dort, also werden sie wohl auch nicht gerade jetzt herunterkommen ;-)

auf dem "Vetteberg" von Fjällbacka

auf dem "Vetteberg" von Fjällbacka

... toller Blick über die Schärenküste und dem Ort

Hamburgsund

Hamburgsund

Die nächste Station für heute ist Hamburgsund. Nach einem Spaziergang hier am Hafen und im Ort leisten wir uns hier ein kleines Mittagessen. Mittlerweile ist die Sonne mit voller Kraft da, so genießen wir den Kaffee danach in aller Ruhe.

Auf der weiteren Fahrt in Richtung Bovallstrand entdecken wir vor Skärholmen den Ort Gerlesborg. Wir durchfahren den Ort uns entdecken ein Kleinod hier an der Schärenküste. Sehr ruhig und nur schwach besucht gibt es hier einen kleinen Strand und Hafen, so richtig gemütlich !

Kleinod an der Schärenküste: Gerlesborg

Kleinod an der Schärenküste: Gerlesborg

... wenige Kilometer vor Skärholmen

Hunnebostrand

Hunnebostrand

- Skulpturenpark

Weiter fahren wir durch Bovallstrand hindurch und landen dann in Hunnebrostrand. Der Parkplatz bei dem Skulpturenpark ist uns aus der Vergangenheit bestens bekannt, hier parken wir dann auch auch (die erste Stunde ist kostenlos). Wir spazieren durch den Skulpturenpark bis zu den Badestellen. Wir beobachten die schwedischen Kids beim fangen von Krebsen (mit der Hand !), dann wieder zurück zum Parkplatz. Mona lässt sich auf einer Parkbank nieder und Rainer frönt seiner Leidenschaft hier: Felsenkletterei !

Schnell ist Rainer oben, ca. 50m über dem Parkplatz. Von hier hat man ebenfalls einen herrlichen Blick über die Gegend hier. Vereinzelt ziehen Boote ihre Bahnen durch das Wasser zwischen den vielen Inseln oder sollte man eher "Felsen" sagen ?

auf den "Bergen" von Hunnebostrand

auf den "Bergen" von Hunnebostrand

... herrlicher Blick über die Schärenküste

Tängevik

Tängevik

- Parkplatz

Mittlerweile ist es nach 15 Uhr. Wir beschließen, einen abgelegenen Parkplatz auf der Insel Ramsvik (genauer in Tängevik) anzufahren. Auch diesen Platz kennen wir aus der Vergangenheit und hoffen, hier auch über Nacht stehen zu können. Zwar ist auf der ganzen Insel freies Camping verboten, aber bekanntermaßen "parken" wir ja nur, das ist an dieser Stelle auch Nachts nicht verboten.

So spazieren wir hier erst ein wenig an der felsigen Küste entlang, bevor wir uns im Wohnmobil einen Kaffee machen und diesen in Ruhe genießen. Später geht Rainer nochmals alleine in die Felsen, ein paar Foto's machen.

Wir genießen hier die Ruhe. Es sind zwar Anwohnerhäuser hier, aber wir stören die ja (hoffentlich) nicht durch unsere Anwesenheit. Mittlerweile hat sich der Himmel etwas zugezogen, die Sonne ist weg mal sehen, wie morgen das Wetter wird.

Leuchtturm auf der Insel Ramsvik (bei Tängevik)

Leuchtturm auf der Insel Ramsvik (bei Tängevik)

... entdeckt beim Klettern in den Felsen

Drehbrücke

Drehbrücke

- am Soten Kanal

Freitag, 17. August 2012:
Nachts hat es zeitweise etwas geregnet, der Morgen zeigt sich warm (19 ), aber mit stark bedecktem Himmel. Schwer zu sagen, wie sich das Wetter heute entwickelt.

Nach dem wie immer geruhsamen Frühstück starten wir zur Weiterfahrt. Die Insel Ramsvik wird durch den Soten-Kanal vom Festland getrennt, eine Drehbrücke stellt die Verbindung her. Wir haben heute die Möglichkeit, die Drehbrücke in Aktion zu erleben und halten dies in Bildern fest. Dann geht es aber auch schon weiter.

Es sind nur weniger Kilometer zum bekannten Touristenort Smögen. Da wir zeitig dran sind, bekommen wir auch einen guten Parkplatz hinten oberhalb der Fischerhütten. Bevor wir jedoch diese besuchen, spazieren wir einen schönen Weg durch die felsige Schärenküste. Teils über befestigte Stege und Brücken, teils über die glatt geschliffenen Steine. Am Ende kommen wir etwa in der Mitte der Ortschaft heraus und spazieren dann hinunter zu den Fischerhütten bzw. der weiter vorne liegenden "Einkaufsmeile". Da langsam Saisonende ist, machen viele Geschäfte den sogenannten REA (Schlussverkauf). Auch wir finden wieder diverse Mitbringsel für zu Hause. Zur Stärkung gibt es zwischendurch Muffins und Kaffee, dann gehen wir auch schon wieder zum Wohnmobil zurück. Über drei Stunden waren wir hier in Smögen nun unterwegs, so lange, wie noch nie hier !

die bekannten Fischerhütten von Smögen

die bekannten Fischerhütten von Smögen

... immer einen Besuch wert !

Örns Hafen

Örns Hafen

Von Smögen aus fahren wir über Kungshamn (kein Halt) weiter der Küste entlang. Bei Örns, kurz vor der Fähre zur Insel Malmön, halten wir an einem lieblichen kleinen Hafen. Wir beobachten Kühe auf der Weide direkt am Wasser, wir spazieren etwas an dem kleinen Gästehafen, wir essen ein leckeres Eis aus unserem Gefrierfach. Auch so vergeht die Zeit ;-)

Auf der weiteren Fahrt in Richtung Slävik (Übernachtungsplatz) biegen wir noch ab nach Röe zum Röe Gård, einem schönen Hofladen mit gemütlichem Cafè. Hier kommen wir an den Leckereien nicht vorbei, Rainer SÜß, Mona HERZHAFT. Danach noch ein Streifzug durch den Hofladen, jedoch ohne wieder etwas zu ergattern

Schafe beim Hofladen in Röe

Schafe beim Hofladen in Röe

... weil wir gerade beim Essen sind ;-) ???

Slävik Hafen

Slävik Hafen

- am Parkplatz

Am späten Nachmittag kommen wir dann in Slävik an, diesen Platz haben wir 2009 auf unserer letzten großen Schwedentour entdeckt. Hier hat sich einiges verändert, der Gästehafen ist deutlich vergrößert worden, ebenfalls die Fläche für den Parkplatz, was uns sehr entgegen kommt.

So lassen wir uns hier nieder uns beobachten das Treiben der Einheimischen, welche Boote zu Wasser lassen, bzw. wieder herausholen, welche zum fischen herausfahren oder wieder zurück kommen. Es ist für den kleinen Hafen doch recht viel los. Aber im Laufe des Abends wird es nach und nach ruhiger.

am kleinen Bootshafen von Slävik

am kleinen Bootshafen von Slävik

... schöner Parkplatz für eine Nacht !

Fiskebäckskil

Fiskebäckskil

- Hundehütte

Samstag, 18. August 2012:
In der Nacht hat es zeitweise recht heftig geregnet. Für uns auf dieser Tour doch etwas ungewohnt, hatten wir nicht den guten und festen Schlaf wie gewohnt. Morgens hängen die Wolken tief, die Sonne hat keine Chance.

Nach dem Frühstück starten wir dann nach Munkedal, wir hatten irgendwie in Erinnerung, dass dort ein Einkaufszentrum wäre nun, wir mussten uns dann mit einem "Hemköp" zufrieden geben, aber immerhin: wir konnten einkaufen. Weiter dann wieder an die Küste, nach Lysekil. Wären wir gleich hierher, wäre es sinnvoller gewesen hier ist ein großer COOP Extra, der weit mehr Auswahl hat. Aber egal, bei dem leicht regnerischen Wetter kann man so seine Zeit auch gut verbringen.

Von Lysekil aus sind wir dann zur Fähre nach Finnsbo gefahren. Sie bringt uns über den Gullmarksfjorden nach St.Skär und dann weiter nach Fiskebäckskil. Der Besuch von diesem kleinen Ort ist obligatorisch. Mittlerweile ist es nach 13 Uhr und wir haben Hunger. So fallen wir in das Restaurant "Brygghuset" ein, lassen uns einen Platz zuweisen und dann: The same procedure as every year nun gut, es ist zwei Jahre her, dass wir das letzte Mal hier waren. Verändert hat sich nichts. Man bestellt eine Hauptmahlzeit und kann dann ausgiebig vom Vorspeisenbuffet (Hering buffet) speisen, was wir dann auch taten.

Variation eines Vorspeisentellers

Variation eines Vorspeisentellers

... im Restaurant „Brygghuset“ in Fiskebäckskil

Siviks Camping

Siviks Camping

- in der 1. Reihe !

Nach 15 Uhr verlassen wir das Lokal und spazieren noch ein wenig durch den Ort. Zeitweise kämpft sich die Sonne durch die Wolken, es ist mit 23 recht warm und schwül durch den Regen letzte Nacht. Wir beschließen die Rückfahrt (wieder mit der Fähre) nach Lysekil und lassen uns dort auf dem uns ebenfalls bekannten Campingplatz "Siviks Camping" nieder. Wir haben Glück in zweierlei Hinsicht:

1. wir bekommen einen Platz in "erster Reihe" direkt am Wasser
2. es fängt erst das Regnen an, als wir mit dem Aufbau (Anschließen & Ausrichten vom Wohnmobil) fertig sind

So bleibt das Wetter dann auch heute. Immer wieder kommt ein Regenschauer, aber das stört uns nicht. Wir haben Urlaub uns nun mittlerweile wohl mehrere Gänge zurückgeschaltet im Vergleich zur ersten Woche.

Während wir während der Regenschauer frisch geduscht im Wohnmobil sitzen, gehen andere Campingplätze draußen im Meer schwimmen jedem eben so, wie ER es mag ;-)

Lysekil - Beschäftigung auf "Siviks Camping"

Lysekil - Beschäftigung auf "Siviks Camping"

... Mona ... Problem vor oder im Laptop ? ;-)))

Geburtstagsfrühstück

Geburtstagsfrühstück

Sonntag, 19. August 2012:
Die Nacht war anfangs noch etwas unruhig, in der Nachbarschaft haben es sich einige Jugendliche in ihren Zelten "gut" gehen lassen hörbar ;-) aber irgendwann schläft man dann doch ein.

Am Morgen ist der Himmel recht verhangen, aber wen stört das schon an seinem 55. Geburtstag ? Rainer jedenfalls nicht. Er lässt sich von Mona zum Frühstück verwöhnen, mit Würstchen, Speck und Spiegeleiern, also richtig herzhaft. Eigentlich hätten wir auch den Sekt im Kühlschrank aufmachen können aber wir wollen ja wieder auf die Piste.

Wollen während des Frühstücks haben wir uns anders entschieden: wir bleiben noch einen Tag auf diesem schönen Platz. Die Formalitäten werden schnell an der Rezeption des Platzes geklärt. Nun haben wir einen ganzen "Extra"-Tag hier für uns.

Was tun wir so den ganzen Tag hier am Platz ? Zuerst spazieren wir gemeinsam an der Felsenküste entlang. Rainer macht allerdings einen Extra-Tour und lässt es sich nicht nehmen, mal wieder die Spitze zu erklimmen. Auch wenn hin und wieder das Knie zwickt, eigentlich springt er wie ein junger Hund durch die Felsen ;-)

immer ganz nach oben, beste Aussicht !

immer ganz nach oben, beste Aussicht !

... Siviks Camping in Lysekil

Kaffeepause

Kaffeepause

Zurück am Wohnmobil dann der Versuch von Rainer, ein Bad im Meer zu nehmen. Der frische Wind und die noch fehlende Sonne machen es allerdings nicht zu einem Vergnügen. Hinzu kommt, dass der Strand hier bestimmt 100m sehr flach ist (max. 50cm tief), da macht das eintauchen auch nicht so wirklich Spaß. So kehrt er dann doch mit trockenem Oberkörper wieder zurück (Weichei . Warmduscher !!!).

Am frühen Nachmittag lockert dann doch der Himmel auf, die Sonne kommt heraus und verschafft uns behagliche 23 , während zu Hause bis zu 38 sind (dann sind wir doch lieber hier). So können wir dann wenigstens Kaffee und leckeres schwedisches Gebäck draußen in der Sonne genießen. Zwischendurch entdecken wir eine kleine Schlange am Wegesrand Mona war außerordentlich begeistert ;-)

Rainer macht sich dann noch zwei Mal auf den Weg in die Felsen. Sowohl die linke Seite des Platzes muss erstiegen werden, als auch nochmals die Rechte. Irgendwie muss man ja den Tag herum bekommen ;-)

Obwohl wir den Campingplatz nicht für eine Minute verlassen haben, vergeht der Tag recht schnell. Gespräche mit Platznachbarn vertreiben ebenfalls die Zeit und so wird es schnell Abends. Wir ziehen uns ins Wohnmobil zurück, die Temperaturen und der Wind haben gegensätzlichen Verlauf (Wind steigend, Temperatur fallend), dazu verschwindet die Sonne zuerst hinter den Felsen, dann hinter den Wolken

ein Tag am Campingplatz

ein Tag am Campingplatz

... immer wieder begleitet von dunklen Wolken

Flinks Handelbod

Flinks Handelbod

Montag, 20. August 2012:
Der Morgen begrüßt uns mit einem Sonne-Wolken-Mix. Nach dem Frühstück wieder die obligatorische Ver- & Entsorgung vom Wohnmobil, auschecken vom Campingplatz und schon geht es weiter. Das erste Ziel ist die Schäreninsel Flatön. Um dort hin zu kommen, müssen wir zwei Fähren benutzen. Zuerst die nach Finnsbo, sie bringt uns über den Gullmarksfjorden nach St.Skär, dann weiter nach Ängö. Hier müssen wir kurz auf die Fahre nach Fruvik warten, aber dann sind wir auch schon auf Flatön.

Nach wenigen Kilometern Fahrt halten wir bei "Flinks Handelsbod", einem alten Kaufmannladen mit einem angegliedertem modernen Cafè. In letzterem lassen wir uns zu einem Kaffee / Tee nieder uns verspeisen zu zweit ein Räksmörgas (Krabbenbrot). Eine nette Stärkung zwischendurch.

Auf der weiteren Strecke über die Insel Flatön halten wir nur jeweils noch kurz für ein paar Foto's. Zum Glück halten sich die Wolken mittlerweile in Grenzen, so dass doch ein paar schöne Aufnahmen gelingen. Bei Malö müssen wir dann wieder auf die Fähre. Da die Auffahrt in einem steilen Winkel ist, fährt Rainer die Luftfederung der Hinterachse auf Anschlag (4,5bar) um damit die Bodenfreiheit für den Hecküberhang des Wohnmobiles zu sichern. Einen "Aufsetzer" wollen wir schließlich vermeiden !

Schäreninsel Flatön

Schäreninsel Flatön

... Impressionen einer wunderschönen Schärenküste

Fischerdorf Stocken

Fischerdorf Stocken

Wohlbehalten fahren wir dann auf der Insel Orust von der Fähre. Der Druck der Luftfederung wird nun wieder auf "normal" (1,5bar) gestellt, damit gleiten wir einigermaßen komfortabel über die sehr welligen und recht schlechten Straßen.

Durch den kleinen Ort Ellös kommen wir dann zu dem Fischerdorf Stocken. Hier merkt man ganz deutlich das Saisonende. Kaum ein Mensch ist hier noch zu sehen, so genießen wir die Ruhe und spazieren ausgiebig am Bootshafen.

Fischerdorf Stocken auf der Insel Orust

Fischerdorf Stocken auf der Insel Orust

... idyllische Ruhe hier in der Nachsaison

Mollösund

Mollösund

Über Hälleviksstrand und Edshultshall fahren wir dann weiter nach Mollösund. Am Ortseingang parken wir gleich auf einem großen, fast leeren Parkplatz, da die Parksituation im Ort sehr schlecht ist. So spazieren wir dann an der schönen Holzkirche vorbei hinunter zum Ort, bzw. zum Hafen. Auch hier ist nicht mehr der Bär los. Viele Geschäfte haben schon zu.

Eine Stärkung finden wir dann bei einem Schnellimbiss, da es mittlerweile nach 15 Uhr ist, darf das als verspätetes Mittagessen oder verfrühtes Abendessen angesehen werden. Auf dem Rückweg zum Wohnmobil besteigen wir noch den Aussichtspunkt. Dort steht die Statue einer Fischersfrau, die Ausschau nach ihrem Mann, einem Seefahrer hält. Von hier oben hat man einen herrlichen Blick über Mollösund und die Schärenküste.

am Hafen von Mollösund

am Hafen von Mollösund

... rechts hängen Trockenfische !

Svanesund

Svanesund

- Stellplatz

Über Nösund fahren wir noch kurz nach Vasseröd zum Fährhafen der Insel Lyr. Eigentlich suchen wir ja schon eine Bleibe für die Nacht, aber hier passt es definitiv nicht. Die Suche führt und dann bei Svanvik zur Insel Rassön. Dort finden wir dann einen herrlichen Platz direkt am Wasser, lesen dann aber an der Infotafel, dass hier Übernachtungsverbot ist. Da auch in direkter Nachbarschaft bewohnte Häuser sind, verlassen wir den Platz auch wieder. Im skandinavischen Stellplatzführer finden wir den Hinweis auf Svanesund. Da soll am Gästehafen ein Stellplatz sein. Schnell sind die 15km gefahren

Tatsächlich, wir scheinen einen Glücksgriff gemacht zu haben. Mit Blick auf das Wasser stehen wir ca. 100m vom Wasser entfernt. Sogar Toiletten und Duschen sind da, aber wohl mehr, weil hier auch eine gut besuchte Badestelle ist. Das nehmen wir zum Anlass, bei 25 Luft- und 19 Wassertemperatur uns ebenfalls in die Fluten zu stürzen.

So erfrischt, verbringen wir den restlichen Abend im Wohnmobil und genießen den Ausblick später allerdings wechseln wir dann doch 100m weiter zu dem "eigentlichen" Stellplatz, weil auch dort schon ein weiteres Wohnmobil stand und es uns dort auch etwas ruhiger erschien, was es dann ja auch war.

Badesteg bei Svanesund

Badesteg bei Svanesund

... auch wir nutzen das warme Sommerwetter

Skåpesund

Skåpesund

Dienstag, 21. August 2012:
Nach einer recht ruhigen Nacht (außer dass um 03:05 Uhr ein Fußgänger am Fahrzeug vorbei lief) frühstücken wir bei Sonne mit einigen Wolken. Nach einem kurzen Spaziergang am hiesigen Bootshafen fahren wir dann los. Wir steuern die Insel Tjörn an, die zweitgrößte nach Orust hier in der Gegend. Bei Skåpesund ein kurzer Halt für ein paar Fotos, dann fahren wir weiter nach Kyrkesund.

Im Ort bekamen wir keinen Parkplatz, deswegen steuerten wir den Parkplatz am Ortseingang an. Auf dem Weg zur Badebucht entdecken wir den Hinweis zu den "Baken (Trollen) des St. Olaf", zu Stein gewordene Trolle stehen oben auf einem Felsen als Wahrzeichen. Während Mona schon mal zur Badebucht läuft, erklimmt Rainer über einen schmalen und steinigen Weg den Felsen. Die Mühe wird belohnt, von dort oben hat man einen herrlichen Rundblick über die Schärenküste und über Kyrkesund. Das Wetter ist wieder bestens für perfekte Fotos, was will man also mehr !

bei den „Baken (Trollen) des St. Olaf“

bei den „Baken (Trollen) des St. Olaf“

... wieder einmal toller Blick über die Schäreninseln

Kyrkesund

Kyrkesund

Rainer steigt also wieder hinab und spaziert zu Mona, die geduldig an der Badebucht wartet. Gemeinsam stellen wir fest, dass wir hier schon einmal waren. 2006 auf unserer ersten Wohnmobiltour durch Schweden hatten wir diesen Platz entdeckt.

Wir fahren weiter nach Skärhamn. Am Hafen finden wir schnell einen Parkplatz und spazieren an diesem entlang und auch im Zentrum des kleinen Ortes. Mittlerweile ist es schon nach 13 Uhr, der Magen meldet sich. Bei unserem Spaziergang entdecken wir ein thailändisches Restaurant. Hier wird Mittagsbuffet für 85 SEK pro Person angeboten. Wir schlagen zu und essen uns schön satt. Die fast 2km zurück zum Wohnmobil sind dann doch auch ein guter Verdauungsspaziergang !

Spaziergang durch Skärhamn

Spaziergang durch Skärhamn

... tut gut nach dem leckeren Mittagsbuffet

Stenungssund

Stenungssund

Von Skärhamn aus fahren wir noch etwas die Küste entlang (Klädesholmen, Rönnäng), ohne jedoch anzuhalten, da es hier keine für uns sinnvollen Parkmöglichkeiten gibt. So landen wir schließlich in Stenungssund auf dem Festland. Der Himmel hat sich etwas zugezogen, es sieht nach Regen aus. Da kommt ein Einkaufszentrum gerade recht. Schnell haben wir hier einen Parkplatz und bummeln ausgiebig durch die Geschäfte, jedoch ohne auch nur eine Krone auszugeben.

Mittlerweile ist es nach 16 Uhr. Kurz überlegen wir, wo wir die kommende Nacht verbringen wollen. Die Wahl fällt auf Kyrkesund mit der schönen Badebucht. Wir genießen den restlichen Nachmittag und den Abend, sehen den Schweden wieder beim baden zu, ohne heute jedoch selbst zu baden.

gemütliches Treiben am Badesteg

gemütliches Treiben am Badesteg

... wieder an der Badebucht in Kyrkesund

Leckeres

Leckeres

- zum Kaffee

Mittwoch, 22. August 2012:
Wieder hatten wir eine angenehme ruhige Nacht. Heute ist schon zum Frühstück der Himmel mit dunklen Wolken verhangen, es fängt auch schon leicht das Regnen an. Während der Fahrt nach Kungälv wird das Wetter nicht besser, ganz im Gegenteil. Auf der Autobahn vor Kungälv läuft der Scheibenwischer auf höchster Stufe und mehr als 70km/h waren nicht möglich.

Wir fahren als erstes den Werksverkauf von "Göteborg Keks" an. Dann geht es in den ICA Maxi Supermarkt zum Einkaufen und Bummel. Da es immer noch in strömen regnet, lassen wir uns Zeit und schlendern in aller Ruhe durch die Regalreihen. So füllt sich denn auch der Einkaufwagen wieder Erwarten ganz ordentlich.

Da es auch nach dem langen Einkauf immer noch kräftig regnet, versuchen wir unser Glück an der Küste. Wir fahren nach Kovikshamn. Zwar regnet es hier etwas weniger, aber wir finden keinen geeigneten Parkplatz und Zeit für den Nachmittagskaffee ist es auch noch nicht. So fahren wir dann doch weiter und nehmen Kurs auf die Insel Marstrand. Unterwegs holt und der fast unwetterartige Regen wieder ein. Erst beim Auffahren auf die Insel Instön (vor Marstrand) lässt der Regen nach. Wir entdecken einen schönen Parkplatz mit Blick auf das Wasser und die vorgelagerten Inseln. Dies ist der passende Platz und mittlerweile auch der passende Zeitpunkt für den Nachmittagskaffee. Im ICA Maxi haben wir eigens dafür eine Leckerei gekauft, die wir nun in Ruhe genießen. Mittlerweile hat es das Regnen aufgehört. Rainer nutzt dies für ein paar Fotos.

etwas sehr marode Stege hier !

etwas sehr marode Stege hier !

... Insel Instön (kurz vor Marstrand)

Kyrkesund

Kyrkesund

- einfach Schaf !

Dann fahren wir noch bis zur Fähre nach Marstrand. Drehen dann aber ab und fahren wieder zurück. Wir wollen wieder auf die Insel Tjörn zurück. Zuerst suchen wir in Skärhamn nach dem Stellplatz aus dem skandinavischen Stellplatzatlas, aber bei dem "Aquarellmuseum" sind keine Stellplätze und bei den angegebenen Koordinaten auch nicht.

So fahren wir wieder zu der kleinen Badebucht bei Kyrkesund, an der wir schon die letzte Nacht verbracht hatten. Kaum ist das Wohnmobil abgestellt, klart der Himmel auf. Der Wind nimmt zwar zu, aber es wird uns ein schöner Spätnachmittag bzw. Abend beschert. Später haben wir dann noch zufällig Kontakt zu einer schwedischen Familie (Großmutter, Mutter und Enkelkind) bekommen und lange über Coburg (wir hatten Prospekte), die Königshäuser und ganz allgemein gesprochen.

So hat der letzte Abend auf schwedischem Boden für diese Tour noch einen schönen Abschluss bekommen und wir ziehen uns in unser Fahrzeug zurück.

Badebucht bei Kyrkesund

Badebucht bei Kyrkesund

... heute ohne Badebetrieb !

IKEA

IKEA

- Göteborg

Donnerstag, 23. August 2012:
Auch heute erwartet uns ein Morgen grau in grau. Aber am letzten Tag spielt das auch keine Rolle mehr. Nach der ruhigen Nacht mit einigen kleinen leichten Regenschauern frühstücken wir recht spät. So kommen wir erst gegen 10:30 Uhr von dem Übernachtungsplatz weg und fahren in Richtung Göteborg. Wir peilen in der nördlichen Vorstadt das große Gebiet der Supermärkte ab und landen als erstes bei IKEA. Auch wenn auf den ersten Blick alles wie bei IKEA in Deutschland aussieht, das Sortiment unterscheidet sich doch im Detail. Auch das Mittagessen genießen wir bei IKEA, so kommen wir doch noch in den Genuss von "Kjöttbullar mit Potatismus".

Anschließend landen wir dann noch bei einem großen Supermarkt, dort kaufen wir so die letzten Leckereien ein, die wir mit nach Hause nehmen wollen. Mittlerweile ist es nach 15 Uhr, wir beschließen, den Stena Line Hafen in Göteborg anzufahren. Der CheckIn ist kurz vor unserer Ankunft dort angelaufen, so sind wir auch schnell an der Reihe und sind schon kurz nach 16 Uhr an Bord.

CheckIn bei Stena Line in Göteborg

CheckIn bei Stena Line in Göteborg

... nun neigt sich die Tour dem Ende zu !

Göteborg

Göteborg

- und Tschüß !!!

Schnell vergeht die Zeit hier. Die Stena Scandinavica ist etwas anders aufgebaut wie die Stena Germanica auf der Anreise. Diesmal sind wir auch etwas weiter hinten und auf Deck 9 untergebracht, aber die Zimmer sind praktisch identisch.

Pünktlich um 19 Uhr legt die Fähre ab. Zuerst muss ein Wendemanöver (rückwärts) durchgeführt werden, dann erst kann sie langsam den Fjord hinausfahren in Richtung offene See.

Um 20:30 Uhr erleben wir nach dem doch recht regnerischen Tag heute einen tollen Sonnenuntergang. Damit bekommt unsere Tour noch einen würdevollen Abschluss, bevor wir gegen 22 Uhr in unsere Kabine verschwinden.

Überfahrt Göteborg -> Kiel

Überfahrt Göteborg -> Kiel

... zum Abschied noch ein schöner Sonnenuntergang

Kiel

Kiel

- CheckOut

Freitag, 24. August 2012:
Die nach an Bord ist etwas unruhig. Immer wieder wacht Rainer auf und kann nicht so richtig fest schlafen. Ist wohl doch das ungewohnt Bett in luftiger Höhe (Stockbett). Gegen 7 Uhr morgens stehen wir dann doch auf. Heute verzichten wir auf das Frühstückbuffet und genehmigen uns nur einen Kaffee im "Living Room".

Später (gegen 08:30 Uhr) räumen wir unsere Kabine und begeben uns zu unserem Wohnmobil auf Deck 5. Es dauert nun noch eine Weile, bis wir das Schiff verlassen können, so kommen wir erst gegen 09:30 Uhr auf die Autobahn. Der schon Anfangs rege bis dichte Verkehr begleitet uns den ganzen Tag.

Mittagessen im Autohof Soltau "Miss PeppeR"

Mittagessen im Autohof Soltau "Miss PeppeR"

... super leckerer Burger !

Nur von einem leckeren Mittagessen im Autohof Soltau (Miss Pepper) wird die Fahrt unterbrochen, so kommen wir dann kurz nach 18 Uhr wohlbehalten zu Hause an.

Hinter uns liegt ein toller Urlaub von genau 22 Tagen. Jeder Tag war für sich ein Erlebnis. Alles ist nach Plan gelaufen. Mensch und Material sind wohlbehalten zu Hause eingetroffen. Einfach toll !!! Damit endet natürlich auch an dieser Stelle der eigentliche Reisebericht. Vielen Dank für das aufmerksame Lesen !

Versäumen Sie nicht, einen Blick auf die Bildergalerien der Tour zu werfen. Diese finden Sie HIER !

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