2018: Tour in den Pinzgau (Österreich)

Info:

Dieser Kurztrip findet ausnahmsweise ohne unser Wohnmobil statt ... wir fahren mit dem PKW und haben uns ein Zimmer in einer Pension in Kaprun reserviert. Somit führt uns der Weg ins Salzburger Land, genauer in den Pinzgau. Von Kaprun aus starten wir in den kommenden Tagen unsere Ausflüge in die nähere Umgebung:

- "Sigmund-Thun-Klamm" bei Kaprun

- "Kaprun Hochgebirgsstauseen" - über 2000 m.ü.M.

- "Grossglockner Hochalpenstrasse" - über 2570 m.ü.M.

- Seilbahnfahrt zum "Kitzsteinhorn" - über 3020 m.ü.M.

Mittwoch, 03. Oktober 2018:

Morgens um sechs Uhr ist die Welt noch in Ordnung, naja ... so halbwegs. Aber nur, weil wir mal wieder in den Urlaub fahren. Wir kommen sehr gut durch und haben erst im südlichen Nachbarland Österreich einige Staus durch Baustellen auf den Bundesstraßen.

So erreichen wir erst gegen 12:30 Uhr Zell am See und gönnen uns hier einen Spaziergang durch die Stadt inklusive der Besichtigung der "Stadtpfarre St. Hippolyt".

Gegen 14 Uhr treffen wir an unserer Pension ein und beziehen unser Zimmer. Und nun ? Es ist früher Nachmittag und auf dem Zimmer bleiben ist ein absolutes "no go" !

Schnell fällt eine Entscheidung ...

Von unserer Vermieterin haben wir die sog. "Sommerkarte" für das Gebiet Zell am See & Kaprun erhalten, die uns für viele Ausflugsziele Nachlässe bis zu 100% gewährt, das wollen wir natürlich ausnutzen.

Wir sitzen schnell wieder im Auto und fahren los. Unser erstes Ziel ist die "Sigmund-Thun-Klamm", ein Stück außerhalb von Kaprun. Mit der "Sommerkarte" ist der Eintritt kostenlos, also 11€ gespart ... ;-)

Das tosende Wildwasser der Kapruner Ache ist ein faszinierendes Naturschauspiel, welches man sich nicht entgehen lassen darf.

Jedoch ... Bilder sagen mehr als viele Worte ... deswegen hier eine kleine Bildergalerie (28 Bilder):

Link => Sigmund-Thun-Klamm

Nach dem Spaziergang durch die beeindruckende Klamm sind wir neugierig und fahren das Kapruner Tal noch weiter hinauf und kommen schließlich zum Parkhaus der "Kapruner Hochgebirgsstauseen". Dass das Parkhaus 11 Ebenen hat, registrieren wir erst nicht ... wir parken unten in der ersten Ebene.

Ein grober Fehler ... wir dürfen die Stufen der 11 Ebenen nach oben laufen, um dann auf die Auffahrtsstraße für die Busse zu kommen. Mittlerweile ist es fast 17 Uhr, hier oben ist nichts mehr los, das ansprechende Restaurant hier hat geschlossen, also können wir nicht einmal den langsam einsetzenden Hunger stillen.

Wir spazieren zurück zu den Parkdecks und laufen die Treppen der 11 Ebenen hinab um anschließend mit dem PKW die 11 Ebenen hinauf zu fahren, weil die Ausfahrt oben ist.

Nun ja ... da wissen wir wenigstens für morgen Bescheid ;-)

Wir haben Hunger, als wir gemütlich talwärts fahren. In Kaprun suchen wir ein Lokal für ein angemessenes Abendessen. Nicht so einfach, wie sich schnell herausstellt. Im Ort hat bis auf ein Gasthaus alles geschlossen, bei diesem sind aber die Parkplätze voll ...

So fahren wir aus dem Ort heraus und halten uns in Richtung Zell am See. Am Ortseingang entdecken wir dann endlich das 3-Sterne "ALPENHOTEL TAUERNSTÜBERL", das scheint geöffnet zu haben.

Dem ist auch so und wir lassen uns in der Gaststube nieder. Ein Grillteller darf es schon mal sein, auch wenn die Preise hier deutlich über dem gewohnten fränkischen Niveau liegen. Was dann auf den Tisch gestellt wird, sieht dann auch recht lecker aus. Leider war das Fleisch etwas trocken, das hat dann doch einen negativen Eindruck hinterlassen.

Aber satt hat es gemacht, so fahren wir dann doch zufrieden zu unserer Pension nach Kaprun zurück und verbringen den restlichen Abend auf dem Zimmer (einen Aufenthaltsraum gibt es leider nicht ...).

Donnerstag, 04. Oktober 2018:

Als wir gegen acht Uhr morgens aufstehen, haben wir eine sehr erholsame und ruhige Nacht hinter uns. Die Qualität der Betten ist bestens, die Matratzen sehr fest, aber trotzdem bequem ... so konnte sich der Körper gut entspannen und erholen.

Auf dem Balkon genießen wir kurz den Blick über Kaprun, vor allem zum "Schloss Kaprun." Dann gehen wir nach unten in den Frühstücksraum. Es sind nur zwei Tische eingedeckt, also ist nur ein weiteres Zimmer belegt. Wir sichten das bereit gestellte "Büffet", es ist übersichtlich, aber für die zu erwartenden vier Personen mehr als ausreichend. Der Kaffee steht auch schon bereit. Die Vermieterin begrüßt uns freundlich und bietet noch Eier zum Frühstück an, eine schöne Ergänzung, die wir gerne annehmen.

Nach dem guten Frühstück machen wir uns für den heutigen Tag bereit. Wir wollen zu den "Kapruner Hochgebirgsstauseen" fahren und diese besichtigen. Nach den gestrigen Erfahrungen mit dem Parkhaus wissen wir ja, dass wir eine der obersten Ebenen nehmen sollten :-)

Wir fahren los und verlassen Kaprun in die entsprechend ausgeschilderte Richtung zu den Stauseen. Am Deck 10 bekommen wir einen guten Parkplatz und spazieren dann zu der "Kesselfall Talstation".

Von hier aus beginnt die Auffahrt mit dem Postbus, der auch schon auf seine Fahrgäste wartet.

Mit unserer "Sommerkarte" steigen wir direkt ein und harren der Dinge, die da wohl nun auf uns zukommen werden ...

... manchmal ist es besser, wenn man vorher nicht alles weiß :-)

Es geht los ... der Postbus nimmt die enge Straße und die noch engeren Kurven und alles recht steil bergauf. Zum Glück sitzen wir ziemlich mittig im Bus, so bekommen wir nur begrenzt mit, wie eng die Tunnels sind, durch die wir hindurchfahren.

Unser Blick geht mehr zu den Seitenfenstern nach draußen ... die Sonne steht morgens um 10 Uhr noch recht niedrig, so kommt sie noch nicht in das Tal hinein. Es bietet sich ein eigenartiges Licht mit viel "Licht und Schatten", was aber durchaus seinen Reiz hat, vor allem für uns, die die Berge ja nicht so gewohnt sind.

Die Fahrt dauert nicht lange, und wir kommen an einem Wendeplatz an. Hier heißt es für uns aussteigen. Wie es weitergeht, ist uns in diesem Augenblick nicht so richtig klar, wir folgen den Menschenmassen, die sich in Richtung eines "Käfiges" bewegen.

Dieser Käfig erweist sich dann als "Schrägaufzug Lärchwand". Hier finden über 180 Personen Platz und bis zu 60 Tonnen Gewicht können nach oben transportiert werden ... wir sind ca. 50 Personen, das wird dann wohl klappen ;-)

Es dauert nicht lange, und der Aufzug setzt sich in Bewegung. Nach etwa drei viertel der Strecke kommen wir aus dem Schatten heraus direkt in die wohlig warme Sonne und wenig später legen wir an der "Bergstation" des Schrägaufzuges an.

Wer glaubt, nun am Ziel zu sein, wird herb enttäuscht sein. Es wartet abermals ein Postbus, der uns weiter nach oben bis zum "Stausee Mooserboden" bringen wird. Wir sind gespannt ... wir bekommen eher zufällig einen Sitzplatz ganz vorne, Mona hinter den Fahrersitz und Rainer direkt an der vorderen Eingangstür zum Bus. Nun steigt eine uniformierte junge Frau ein und nimmt auf dem Fahrersitz des Postbusses Platz.

Rainer schießt nur kurz durch den Kopf: "Frau am Steuer ... das wird .... " ;-)

Nun ... waren unten die Straßen schon eng ... es geht noch enger. Waren unten die Tunnels schon eng ... es geht noch enger. Ist der erste Bus schon zügig gefahren ... es geht noch zügiger.

Aber der grandiose Ausblick entschädigt für jeden Rutsch des Herzes in die Hosentasche und wir kommen (doch beinahe etwas unerwartet) wohlbehalten an der Haltestelle "Stausee Mooserboden" an.

Vom Busparkplatz aus hat mein einen traumhaften Blick zum unteren der beiden Stauseen, dem "Stausee Wasserfallboden". Im Hintergrund die bizarren Gipfel der Berge ... einfach fantastisch !!!

Der obere "Stausee Mooserboden" ist nur wenige Meter vom Busparkplatz entfernt, den möchten wir uns als nächstes ansehen.

Schnell haben wir den Weg zurück gelegt und bekommen den ersten und wirklich atemberaubenden Blick auf den oberen der beiden Stauseen, den "Stausee Mooserboden"

Die Gletscher im Hintergrund lassen erahnen, in welcher Höhe wir uns mittlerweile befinden ... es sind über 2000 Meter über dem Meeresspiegel, nicht schlecht !

Ebenfalls imposant ist der Blick zu den Gletschergebieten. Die Kamera bietet mit ihrem Zoombereich bis zu 600mm Brennweite (bezogen auf Kleinbild) durchaus faszinierende Möglichkeiten.

Wir spazieren weiter und nun bekommen wir freien Blick auf die größere der beiden Staumauern ... die "Moosersperre" (Stausee Mooserboden). Im Hintergrund die "Drossensperre", doch dahin kommen wir später.

Ein paar Fakten zur "Moosersperre": - Höhe: 107m, Länge 497m. Das Ganze ergibt dann eine verbaute Betonmenge von 665.000 m3 ... wir spazieren weiter und kommen nun direkt auf die Staumauer.

Die dem Staubecken abgewandte Seite der Staumauer zeigt schon recht deutlich die gewaltige Größe derselben. Schräg abfallend stemmt sie sich sicher gegen den Wasserdruck auf der anderen Seite. Wir brauchen uns also beim Spaziergang auf der Staumauer keine Sorgen zu machen ;-)

Wir wechseln stetig die Seite, um ja keinen Eindruck zu verpassen. Schließlich verändert sich mit jedem Meter Spaziergang die Sicht auf die Berge und die Staumauer und es gilt, nichts zu verpassen ...

Zwischen den beiden Staumauern befindet sich ja ein großer Fels, man kann ihn auch als einzelnen Berg betrachten, dieser ist sozusagen der "Stützpunkt" für die beiden Staumauern. Hier findet man einen Imbiss mit einer schönen Terrasse und die "Erlebniswelt Strom".

Wir gönnen uns eine Pause und stärken uns mit Kaffee bzw. Tee und genießen den tollen Ausblick von hier oben. Ebenfalls können wir die Postbusse beobachten, die die Serpentinen herauf- bzw. herunterfahren.

Aber wir sind ja nicht zum herumsitzen hier oben ;-)

Wir verlassen die "Erlebniswelt Strom" und spazieren weiter in Richtung zur zweiten Staumauer. Dazu nutzen wir den Weg durch den Berg, wir nehmen also den Tunnel.

Zum Glück ist hier i.d. Regel kein Fahrverkehr, so können wir ohne Sorge durch den gut beleuchteten Tunnel laufen.

Kaum aus dem Tunnel draußen, können wir einen ersten Blick auf die "Drossensperre" werfen. Wenn gleich etwas kleiner, sind auch ihre Daten beeindruckend: - Höhe: 112m, Länge: 357m. Verbauter Beton hier 335.000 m3, auch eine ganz schöne Menge. In gewohnter Manier spazieren wir auch hier auf der Staumauer entlang. Dabei bekommen wir auch einen schönen Blick auf die "Moosersperre".

So kommen wir an das Ende der zweiten Staumauer und stehen hier vor dem "Möllpumpwerk". Links neben dem Gebäude geht ein Weg steil nach oben, augenscheinlich führt er zu einer Berghütte (dem "Heinrich-Schwaiger-Haus"), die weit oben am Berg (auf 2802m Höhe) vor uns zu sehen ist.

Wir haben nicht vor, diesen Weg zu gehen und ziehen es vor, uns hier "unten" noch ein wenig umzusehen ... dabei gelingt uns das folgende Panoramabild vom "Stausee Mooserboden" (inkl. beider Staumauern):

Wir spazieren wieder langsam zurück. Der Sonnenstand hat sich mittlerweile geändert, das bietet wieder völlig andere Sichtverhältnisse. So sind mittlerweile einige Berge nicht mehr im Schatten.

Ebenfalls ist nun praktisch Windstille, so dass das Wasser fast spiegelglatt ist und sich die Berge darin schön spiegeln. Natürlich muss auch dies per Foto festgehalten werden.

Zurück am Restaurant in der Nähe des Busparkplatzes bekommen wir noch einmal einen traumhaften Blick auf den unteren der beiden Stauseen, den "Stausee Wasserfallboden".

Bevor wir aber die Talfahrt in Angriff nehmen, wollen wir noch etwas die Aussicht genießen. Das geht auf der Terrasse vom Restaurant ganz besonders gut.

Die Augen schweifen wiederholt vom Stausee zu den Gipfeln der Berge und wieder zurück. Es gilt den Augenblick zu genießen in Verbindung mit dem traumhaften Wetter heute bei besten Sichtbedingungen.

Der unteren der beiden Stauseen, der "Stausee Wasserfallboden" hat es uns doch noch irgendwie angetan, das grünblaue Wasser, die bizarren Berge im Hintergrund, das sind Eindrücke, die wir wohl nie vergessen werden.

Aber nun ... der Bus wartet und wir möchten ja auch mal wieder ins Tal zurück. Mit dem Busfahrer haben wir diesmal Glück, langsam und mit angemessener Vorsicht steuert er um die engen Kurven und die diversen Tunnels.

Mit dem Schrägaufzug geht es dann weiter nach unten und natürlich wieder mit dem Postbus das letzte Stück bis ins Tal.

Da wir hier nur einen Bruchteil der Bilder begleitend zum Bericht einbinden können, haben wir eine Bildergalerie erstellt, die die wichtigsten und ergänzenden Fotos enthält.

Wer also gerne weitere Bilder vom heutigen Tag sehen möchte ... hier die Bildergalerie (61 Bilder):

Link => Kaprun Hochgebirgsstauseen

Es ist kurz vor halb drei Uhr, als wir das Parkhaus verlassen und langsam talwärts fahren. Wir sind noch etwas unternehmungslustig und lassen Kaprun hinter uns und fahren nach Mittersil. Das kleine Städtchen ist wirklich überschaubar und vor allem ist hier viel viel Durchgangsverkehr.

Wir spazieren durch die verschiedenen Gassen und kommen zur Kirche "Heiliger Leonhard". Schon an der pompösen Einrichtung erkennt man die katholische Glaubensrichtung. Für uns immer wieder beeindruckend.

Da uns der kleine Hunger zwickt, kehren wir am Stadtplatz im "Il Centro" ein und genießen leckere Ofenkartoffel (Mona) bzw. Pizza (Rainer). Gut gesättigt fahren wir zurück nach Kaprun zu unserer Pension.

Den restlichen Abend verbringen wir wieder auf unserem Zimmer.

Freitag, 05. Oktober 2018:

Als wir nach eine ruhigen Nacht morgens gegen acht Uhr aus dem Fenster schauen, liegt das Tal noch etwas im Morgennebel. Aber weiter oben ist wieder Sonne pur, Grund genug für uns, schnell zu frühstücken und das heutige Tagesziel in Angriff zu nehmen: die "Grossglockner Hochalpenstraße"

Das Ticket dafür ist nicht in der Kapruner Sommerkarte enthalten. Zum Glück haben wir schon zu Hause ein Ticket online gekauft (Tagesticket PKW = 36 €), so können wir sorgenfrei starten.

Über Zell am See fahren wir bei Bruck in Richtung der Hochalpenstraße. Schnell sind wir bei der Mautstation, aber genauso schnell sind wir auch schon durch und ab sofort geht es nur noch bergauf !

Einen ersten Halt gönnen wir uns am Rast- und Informationsplatz "Hochmais" (1850 m.ü.M.). Infotafeln erzählen hier viel über Fauna, Flora und die Berge.

Im weiteren Verlauf der Straße geht es reich an Serpentinen stramm bergauf und schnell überschreiten wir die 2000 Höhenmeter. Am Parkplatz vom Museum "Alpine Naturschau" (2260m.ü.d.M.) halten wir an und erkunden das Umfeld sowie das Museum.

Das Museum widmet sich als weltweit einzige Ausstellung dem Thema alpine Ökologie. Besucher lernen inmitten der Urlandschaft des Nationalparks komplexe ökologische Zusammenhänge und Wechselbeziehungen, faszinierende Überlebensstrategien, besondere Tiere und Pflanzen kennen.

Zu den Besonderheiten zählen die „Murmi-Show“ im Multimedia-Kino und die Ausstellung „Kristalle – Schatz der Hohen Tauern“. Im Gelände rund um das Haus setzt sich das Erlebnis Hochgebirgsnatur fort: Auf einem Spaziergang durch die „Welt der Flechten im Hochgebirge“ und mit geologischen Informationen über die im Großglocknergebiet vorkommenden Gesteinsarten.

Im Außenbereich der Alpinen Naturschau werden die höchsten Salzburger Berggipfel (Bergriesen) gekonnt in Szene gesetzt: Von hier eröffnet sich ein grandioser Blick auf das "Große Wiesbachhorn". Es ist das der höchste Gipfel, der zu hundert Prozent im Bundesland Salzburg liegt. Ein angelegter Weg führt direkt auf einen rund drei Meter hohen und durch einen Sichtspalt geteilten Monolithen zu, der den Blick auf das Wiesbachhorn bündelt.

Wir fahren die gut ausgebaute Hochalpenstraße weiter und erklimmen mehr und mehr Höhenmeter. Letztendlich landen wir auf dem höchsten Punkt des Tages, auf der "Edelweißspitze" mit 2571m.ü.d.M.

Leider bekommen wir keinen Parkplatz hier oben, es ist ... kein Wunder bei diesem Traumwetter ... richtig viel los !

So fahren wir die schmale Straße von der "Edelweißspitze" wieder hinunter und parken am "Restaurant Fuschertörl".

Eine kurze Einkehr im "Restaurant Fuscherltör" ist obligatorisch, wenn auch nur für einen Kaffee. Aber bei einem solchen Traumwetter muss man den Ausblick auf die Berge genießen. Für uns Flachlandtiroler, die ja sonst meist im Norden unterwegs sind, ist das schon beeindruckend.

Auf dem Weg dorthin noch ein kurzer Halt für ein Panoramabild:

Wir fahren weiter und kommen als nächstes zur "Fuscher Lacke". Dies sind zwei kleine Bergseen, bei den man ein wenig spazieren kann. Des Weiteren kann man die Ausstellung "Bau der Straße" besuchen.

Die Ausstellung dokumentiert die Baugeschichte der Großglockner Hochalpenstraße. Während der Bauarbeiten von 1930 bis 1935 betrug der Beschäftigungshöchststand 2357 gezählte Arbeiter im August/September 1931. Im Schnitt arbeiteten je Sommer etwa 1700 Personen an der Straße. Die Arbeiter waren in verschiedenen Lagern nördlich und südlich des Alpenhauptkamms untergebracht. Um das Baulos im Bereich des Südportals des Hochtor-Tunnels bewältigen zu können, entstand eine fast drei Kilometer lange Güterseilbahn mit einem Höhenunterschied von 630 Meter. Für den Antrieb der Seilbahn wurde vom Glocknerhaus eine zehn Kilometer lange Hochspannungsleitung verlegt und Kraftreserve diente ein Dieselmotor. Und dieser stammte aus einem abgewrackten Unterseeboot – wahrscheinlich der einzige Unterseebootmotor, der je im Hochgebirge zum Einsatz gekommen war.

Demnächst geht es hier weiter ... bis dahin bitte noch etwas Geduld :-)

Sharany - im Oktober 2018

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