Flucht vor dem Winter - Teil 2

Dienstag, 27. März 2018:

Wieder schlafen wir tief und fest und erst kurz vor neun Uhr morgens regen sich die ersten Lebensgeister. Draußen ist strahlend blauer Himmel und die Sonne scheint kräftig.

Grund genug für uns, draußen zu frühstücken. Das hätten wir uns ja nicht zu träumen gewagt, dass wir hier so tolles Wetter bekommen … :-)

Nach einem sehr gemütlichen Frühstück in der warmen Frühlingssonne brechen wir auf … Ludwig & Doro steigen auf ihre Fahrräder und wir setzen die Füße in Bewegung in Richtung Bardolino Zentrum.

Der Weg am Ufer des Gardasees entlang lässt sich schön laufen, so sind wir schnell an dem kleinen Yachthafen. Als erstes gönnen wir uns eine Fahrt mit der Bimmelbahn. Für einen Fahrpreis von 2€ darf man nicht zu viel verlangen … wir werden ca. 15 Minuten spazieren gefahren, das war es.

Dann schlendern wir abermals durch Bardolino, entdecken noch die eine und andere gemütliche Gasse und landen schließlich im Zentrum, um dort ein ordentliches Eis zu essen. Man denkt es nicht, aber das Eis hatte es von der Menge durchaus in sich und war sehr lecker. Der Preis von 7 – 8€ ist kein Schnäppchen, aber durchaus angemessen.

Bardolino - zweiter Spaziergang (21 Bilder)

Mittlerweile ist es zwei Uhr nachmittags … wir spazieren gemütlich in aller Ruhe zum Campingplatz zurück. Auch wenn es offiziell „nur“ 16° sind, in der Sonne sind es gefühlt über 20°.

So sitzen wir dann recht leicht bekleidet in der angenehmen Sonne und genießen den Nachmittag. Es gibt es noch einen Kaffee, später kommen auch unsere Freunde von ihrer Radtour zurück und wir genießen den restlichen Nachmittag gemeinsam in der Sonne.

Das Wetter lässt es heute auch noch zu, das Abendessen draußen zu genießen. Ein Traum !!!

Da es dann irgendwann doch etwas frisch wird, ziehen wir uns in unser Wohnmobil zurück und genießen hier den restlichen Abend.

Mittwoch, 28. März 2018:

Auch heute Nacht war es angenehm ruhig trotz der in der Nähe vorbei führenden Durchgangsstraße. Kurz nach neun Uhr regen sich die ersten Lebensgeister und wir stehen auf. Draußen begrüßt uns abermals ein strahlend blauer Himmel und eine angenehm warmen Sonne. Diese lädt uns natürlich wieder zum Frühstück „outdoor“ ein. Wir frühstücken mit Ludwig und Doro in aller Ruhe und legen gemeinsam den Plan für heute fest.

Nach dem Frühstück heißt es dann, unsere Wohnmobile zu ver- und entsorgen, damit die Reise problemlos weiter gehen kann. Der Checkout ist schnell erledigt und wir sind nach zwei Tagen auf dem Campingplatz "Camping Europe" wieder auf der Piste.

Durch einen Tipp von unserem Wohnmobilverkäufer Klaus sind wir auf ein Weingut etwas außerhalb von Lazise gestoßen:

Das Weingut & Restaurant „Agriturismo Le Caldana“ in Colà.

Es sind von Bardolino nur etwas über 10 km zu fahren, also nicht wirklich eine große Entfernung. Wir haben auch die Info, dass wir hier über Nacht stehen können.

Bild: Stellplatz am Weingut

Kurz vor 12 Uhr kommen wir am Weingut an und schauen uns zuerst einmal die große Anlage an. Ein Teil des Geländes ist von Dauercampern belegt, ein kleines Schwimmbecken dient im Sommer zum abkühlen, in einem Gehege sind Ziegen … hier wird also für Groß und Klein genügend geboten. Bleibt noch zu erwähnen, dass man hier auch als Hotelgast bei entsprechender Verpflegung nächtigen kann.

Weingut & Restaurant „Agriturismo Le Caldana“ (12 Bilder)

Wir schauen zuerst in den Weinladen, probieren ein paar Weine und lassen uns dann im Bier... nein WEIN-Garten nieder, um einen guten Schoppen Wein zu genießen. Der gute Wein hat es in sich, so muss ein Brotzeitteller her. So verbringen wir die Zeit bis kurz vor 16 Uhr.

Ludwig und Rainer entscheiden sich nun für einen Spaziergang zur “Chiesa San Giorgio Martire Di Colà” (Kirche San Giorgio Martire von Colà) während die beiden Damen die Zeit der Ruhe am Wohnmobil genießen.

Wissenswertes finden Sie in der "Info Colà (Lazise)":

In Colà finden Ludwig & Rainer eine sehr schöne Kirche vor und spazieren nach deren Besichtigung wieder zum Weingut zurück.

Spaziergang zur “Chiesa San Giorgio Martire Di Colà” (12 Bilder)

Kurz nach 17 Uhr sitzen wir wieder alle gemeinsam im WEIN-Garten und genießen das Abendessen. Toast, Brotzeitteller, Wein … das Leben kann so schön sein:-)

Da es gegen 19 Uhr dann doch empfindlich frisch wird, ziehen wir uns in unsere Wohnmobile zurück und genießen den restlichen Abend in unseren jeweiligen Fahrzeugen.

Donnerstag, 29. März 2018:

Heute sollen sich unsere Wege wieder trennen, jedoch soll es vorher noch ein anständiges Frühstück geben und wir haben uns im Weingut zum Frühstücksbuffet angemeldet.

Schon um halb neun Uhr morgens sitzen wir gemeinsam am Frühstückstisch und genießen in Ruhe Rührei mit Schinken, Käse, Kuchen und so einiges mehr.

Dann heißt es langsam Aufbruch. Wir verabschieden uns herzlichst und freuen uns über die zurückliegenden gemeinsamen Tage mit der Gewissheit, so etwas an einem anderen Ort bzw. Land wiederholen zu wollen.

Ludwig & Doro möchten noch gerne an die Südspitze des Gardasees (Sirmione) und wir möchten schon langsam und gemütlich gen Norden fahren.

Diesmal führt uns das Navi über Trient weiter nach Bozen und dann bis Meran.

Das Wetter heute lädt nicht dazu ein, unterwegs anzuhalten und in einer Stadt oder Ortschaft spazieren zu gehen. Es hält uns aber nicht davon ab, den einen und anderen Supermarkt unsicher zu machen und so diverse Einkäufe zu tätigen.

Gegen 16 Uhr kommen wir nach einem kurzen Einkauf im “Milchhof Meran” wieder am Campingplatz "Camping Merano" an und machen es uns hier gemütlich.

Später gehen wir noch essen, das Restaurant "Ristorante Asiatico Smile" ist gleich um die Ecke. Die Portion mit gebratener Ente ist nicht üppig, aber lecker !

Später noch Körperpflege, dann gemütlicher Abend im Wohnmobil.

Freitag, 30. März 2018:

Bis ca. 8 Uhr morgens ist es recht ruhig am Stellplatz. Dann regt sich mehr und mehr Leben in den Mobilen um uns herum. Kurz vor 9 Uhr stehen wir auf und frühstücken in aller Ruhe. Dann heißt es noch Wohnmobil ver- & entsorgen, dann auschecken und los geht die Fahrt.

In Meran läuft der Verkehr nur sehr stockend, hier anscheinend der ganz normale Wahnsinn. Erst kurz vor Forst (Brauerei) lichtet sich der Verkehr und es läuft angenehm flüssig.

In Eyrs halten wir kurz beim Supermarkt „Eurospin“ und kaufen noch ein paar Kleinigkeiten.

Dann geht es weiter mit der Fahrt. Problemlos fahren wir den Reschenpass hinauf, es wird immer nebliger, es regnet, es schneit, es sind nur noch 2° plus … kurzer Halt auf der Passhöhe, dann fahren wir weiter.

Bild: Auffahrt zum Reschenpass

Man könnte sagen, der Sonne entgegen. Ab jetzt blau-weißer Himmel und wieder angenehme Wärme. In Pfunds (Österreich) ein kurzer Tankstopp und ein erneuter Einkauf (bei BILLA), dann geht es auch schon wieder weiter ...

Durch Landeck hindurch läuft der Verkehr abermals schleppend, aber er läuft.

Kurz vor Imst halten wir an einer Autobahnraststätte, die sich als Touri-Nepp herausstellt.

Deutlich überteuerte Preise bei allem, das muss nicht sein. Ein einfaches Brötchen mit Tiroler Schinken belegt kostet 3,20 € … der Hunger treibt es rein *grummel*

Dann geht es den Fernpass hinauf und und wieder hinunter. Schnell sind wir in Lermoos und erreichen ebenso schnell die Grenze zu Deutschland. Jetzt ist es nicht mehr weit bis Garmisch-Partenkirchen, unserem Ziel für heute.

Bild: Auffahrt zum Fernpass

Im Vergleich zu letzter Woche ist der Stellplatz “Alpencamp am Wank” heute schon sehr gut belegt, ja fast schon voll. Aber wir finden noch einen passenden Platz und genießen den restlichen Tag bei angenehmer Sonne und später den Abend im Wohnmobil.

Alpencamp am Wank (Garmisch-Partenkirchen)

Samstag, 31. März 2018:

Während der Nacht fängt es das Regnen an … mal etwas mehr, mal etwas weniger. Als wir gegen neun Uhr aufstehen, regnet es noch immer. Also erst einmal frühstücken und die Wetter-Apps checken.

Da wir über die Apps auch kein besseres Wetter erwarten können, entscheiden wir uns für die Heimreise und lassen den geplanten Stadtbummel für heute buchstäblich „ins Wasser fallen“. Schnell ist alles aufgeräumt und wir starten gen Heimat.

Bis München ist die Autobahn frei und wenig Verkehr. Die Strecke München – Nürnberg ist schon voller. Reger bis dichter Verkehr begleitet uns hier, erst auf der A73 wird es wieder besser. Gegen 14:30 Uhr kommen wir wohlbehalten zu Hause an.

Bild: vor dem "Kindinger Berg" in Richtung Nürnberg

FAZIT:

Hinter uns liegt über eine Woche Urlaub in einem von uns eher selten frequentierten Gebiet. Auch wenn uns Landschaft und Ortschaften recht gut gefallen haben, für das Reisen mit dem Wohnmobil ist der Gardasee nicht so die wirkliche Empfehlung. Sowohl in den Ortschaften als auch außerhalb ist parken (auch kurzfristig) praktisch nicht möglich. Letztendlich sind wir von Campingplatz zu Campingplatz „gehüpft“, was sonst so gar nicht unsere Art ist.

ABER: Das tolle Wetter hat für vieles entschädigt und auch die gemeinsame Zeit mit Ludwig & Doro hat zum guten Gelingen des Urlaubs beigetragen.

© Copyright 2018 by Sharany

Diese Website benutzt Cookies, um Ihnen das beste Erlebnis zu ermöglichen. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.