Teil 3 ... Heimreise über

Garmisch-Partenkirchen

Montag, 24. Februar 2020:

Nach einer ruhigen Nacht stehen wir zeitig auf. Das Check-Out an der Rezeption von "Fusina Camping" verläuft ohne Probleme, obwohl wir ja eine Nacht weniger hier waren, als ursprünglich gebucht. Vor uns liegen wieder die vielen langgestreckten Dörfer, so dass wir nur mit mäßiger Geschwindigkeit voran kommen. Aber wir sind ja nicht auf der Flucht, es soll ein "geordneter Rückzug" sein ;-)

Hinter "Bassano del Grappa" kommen wir wieder in das tiefe Tal entlang der "SS47". Wir kommen gut voran, Kilometer für Kilometer wird abgearbeitet. Aber es ist eben Landstraße. Die italienischen Autofahrer überraschen immer wieder ob ihrer Nichtbeachtung sämtlicher Verkehrsregeln (Überholverbot, Geschwindigkeitsbegrenzung und und und ...). Aber das stört uns wenig, erfordert nur erhöhte Aufmerksamkeit von unserer Seite.

Nördlich von Trient kommen wir dann wieder auf die "SS12", die uns am "Kalterer See" vorbei weiter gen Norden bringt.

So steuern wir gemütlich und ohne Stress unser heutiges Tagesziel an, den Stellplatz "Schneeburghof" in "Dorf Tirol". Gegen 15 Uhr kommen wir am Stelllatz an und lassen uns bei strahlendem Sonnenschein und +19° für den Nachmittagskaffee draußen nieder.

Wir genießen den restlichen Tag, soweit es unter den gegebenen Umständen mit "Corona" möglich ist. Natürlich keimt auch der Gedanke auf, ob wir uns infiziert haben ...

Dienstag, 25. Februar 2020:

Heute kommen wir erst gegen neun Uhr aus den Federn. Frühstücken ist angesagt und Entsorgung von Grauwasser & Toilette noch vor der Weiterfahrt.

Es wird nach zehn Uhr, bis wir den Stellplatz verlassen. Durch Meran hindurch fahren wir durch den Vinschgau in Richtung Reschenpass. Die Sonne ist uns heute nicht gegönnt, tief hängende Wolken vermitteln eine unbehagliche Stimmung, zumal unsere Stimmung aus bekanntem Grund auch nicht die Beste ist.

In "Eyrs" halten wir beim dortigen Supermarkt für einige Einkäufe. Der "Eurospin" hat recht günstige Preise, auch bei Markenartikeln.

Die weitere Fahrt über den Reschenpass und anschließend über den Fernpass zurück nach Deutschland beschreibt die folgende kleine Bildergalerie:

Gegen 15:30 Uhr kommen wir wohlbehalten am "Alpencamp am Wank" in "Garmisch-Partenkirchen" an. Der Himmel ist noch immer bedeckt, aber es ist trocken.

Nach dem Nachmittagskaffee kommt auch schon der Platzwart und wir können schnell alle Formalitäten erledigen. Falls uns der morgige Tag mit schönem Wetter überraschen sollte, wollen wir der Stadt Garmisch noch einen Besuch abstatten.

Mit der Gästekarte (Kurtaxe =3€) kann man mittlerweile den kompletten Nahverkehr bis einschließlich hinaus zum Eibsee nutzen ... so unsere Vorstellung über den folgenden Tag.

Mittwoch, 26. Februar 2020:

Gegen acht Uhr morgens schauen wir vorsichtig aus dem Fenster ... die Sonne steigt gerade über die Berge, fast keine Wolken, damit entscheiden wir uns für den angedachten Tag in "Garmisch-Partenkirchen".

Als wir uns anziehen, hören wir den Bus schon kommen ... Mist, die beiden Uhren im Wohnmobil gehen etwas nach ... jetzt aber hurtig !

Aber der Bus ist auch etwas zu bald hier, so klappt alles Bestens und wir kommen gemütlich durchgeschaukelt zum Bahnhof von Garmisch. Ab hier beginnt unser Stadtbummel, der mit der folgenden Bildergalerie beschrieben wird:

Mittlerweile ist es kurz vor halb 12 Uhr ... wir entscheiden uns dafür, doch noch zum Eibsee hinaus zu fahren. Unsere Gästekarte ermöglicht dies ja zum Nulltarif. Durch teilweise sehr enge Straßen werden wir in knapp 45 Minuten zum Parkplatz am Eibsee geschaukelt.

Mittlerweile hat sich der Himmel zugezogen und dunkle Wolken nähern sich über den Eibsee ... das verheißt nichts Gutes. Schon während wir Richtung See spazieren, geht der Schneesturm los. Wir steuern schnurstracks auf das Restaurant "Eibsee Pavillon" zu, in der stillen Hoffnung, dass dies geöffnet hat. Es hat ... so gönnen wir uns am warmen Kaminfeuer einen ordentlichen "Schweinsbraten mit Knödeln", damit ist auch der Magen bestens zufriedengestellt.

Hier ein paar Bilder von unseren Erlebnissen am Eibsee:

Wieder lassen wir uns vom Bus die knapp 45 Minuten durchschaukeln bis nach Garmisch zurück. Wir vertreiben uns die Zeit mit einem kleinen Spaziergang (nun wieder in der Sonne) und einem heißen Kaffee, dann kommt auch schon der Bus für uns, der uns zurück an den "Stellplatz am Wank" bringt.

Gegen 16 Uhr kommen wir zum Stellplatz zurück und genießen nun den restlichen und letzten Abend dieser Tour im Wohnmobil. Was uns wohl die nächsten Tage bringen werden ? Wir sind nervös und unsicher ... (wegen "Corona").

Donnerstag, 27. Februar 2020:

Es ist kurz vor acht Uhr, als wir zum ersten Mal heute durch die Fenster nach draußen schauen. Es hat etwas geschneit, aber nicht wirklich viel. Während das Kaffeewasser sich erhitzt, beseitigt Rainer so gut wie möglich das Wohnmobil von Schnee und Eis.

Kurz nach neun Uhr morgens verlassen wir den Stellplatz und steuern die Heimat an. Nun wird es ernst für uns, wir müssen uns kümmern. Heute ist Donnerstag, kommenden Montag muss Mona auf die Arbeit und wird da auf rund 100 Schüler treffen. Wir wollen auf jeden Fall vermeiden, dass sie den Virus in die Schule trägt.

Lage zum Corona-Virus: (am 27.02.2020)

Wir beschließen, schon von unterwegs unseren Hausarzt telefonisch zu erreichen und uns über das korrekte Vorgehen abzustimmen. Die Arzthelferin informiert uns aber sofort, dass wir sofort nach unserer Rückkehr ins Krankenhaus sollen.

???

Gut ... wir fahren erst einmal heim, informieren Kinder und Großeltern über unseren Corona-Verdacht und machen als erstes das Wohnmobil klar für längeres stehen. Wir wissen ja nicht, was auf uns zukommt.

Einfach ins Krankenhaus in die Notaufnahme marschieren ??? Sicher keine gute Idee ... also rufen wir im Krankenhaus unserer Heimatstadt an. Hier erfahren wir als erstes, dass doch der Hausarzt für den Test zuständig sei.

???

Aber die Ärztin der Notaufnahme zeigt sich verständnisvoll und regelt die Problematik mit dem Hausarzt direkt, so dass wir den Corona-Test am Freitag Nachmittag (außerhalb der Sprechstunde) durchführen lassen können. Außerdem setzt uns die Ärztin direkt in "häusliche Quarantäne" bis das Ergebnis vorliegt. Wann das Ergebnis vorliegt, weiß auch niemand so genau

Vom Gesundheitsamt meldet sich erst am Montag, den 02. März jemand und fragt, ob wir vom Hausarzt schon etwas gehört haben (Nein, haben wir nicht), wenig später ruft der Hausarzt an, ob wir was vom Gesundheitsamt gehört haben (Nein, haben wir nicht) ...

???

Es dauert dann bis Mittwoch, den 04. März bis wir vom Hausarzt die Mitteilung bekommen, dass der Test negativ verlaufen ist und somit die Quarantäne aufgehoben ist. Wir waren also praktisch 7 Tage in Quarantäne, weil der Test so lange gedauert hat ... ohne Kommentar !

Damit hat unsere Norditalien-Tour 2020 ihr Ende gefunden, anders als geplant, aber gesund und munter. Hoffen wir, dass dies auch weiter so bleibt angesichts der steigenden Fallzahlen nun auch in Europa.

Mit dem folgenden Aktionsbutton geht es zu den (erweiterten) Bildergalerien dieser Tour.

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