2020: Sommertour durch Dänemark (Teil 6)

--- Tour durch den südlichen Teil von Fünen ---

Reisetag 16 im August 2020:

Nach einer recht warmen und ruhigen Nacht stehen wir bei strahlend blauem Himmel auf und frühstücken. Die letzten beiden Tage haben wir die Insel Langeland erkundet und schließen damit den Inselbesuch heute ab.

Wir verlassen Langeland über die Langelandbroen und genießen den Ausblick nach links und rechts aus einer Höhe von gut 26 Metern. Svendborg lassen wir rechts liegen und steuern die Straße 44 an in Richtung Faaborg. Wir möchten gerne etwas der bekannten "Margeritenroute" (LINK) folgen und biegen kurz vor Ollerup links ab.

Die "Margeritenroute" führt uns über Egense weiter bis nach Lehnskov Huse und damit direkt ans Meer. Leider sind die Straßen recht schmal, aber der Verkehr hält sich in Grenzen. Landschaftlich ist die Strecke ein Traum, die Actioncam auf dem Armaturenbrett läuft fast ununterbrochen (Video dazu wird zu einem späteren Zeitpunkt folgen). Wir waren so mit schauen beschäftigt, dass wir glatt vergessen haben, einen Stopp zum fotografieren einzulegen ... *schade*.

Irgendwann sind wir wieder zurück auf der Straße 44 und steuern nun direkt Faaborg an. In der Nähe des Hafens finden wir einen geeigneten Parkplatz.

Teil der "Margeritenroute" von Rudkøbing (rechts unten) bis Vester Åby (links oben)

Teil der "Margeritenroute" von Rudkøbing (rechts unten) bis Vester Åby (links oben)

Der Klick auf die Karte führt weiter zu der Gesamtübersicht der "Margeritenroute" von: https://www.ferienstrassen.info/ Die tolle Karte ist also nicht von mir !

Info:

Der Stadtname Foburgh soll wohl Fuchsburg bedeuten. Erstmals erwähnt wurde der Ort 1229, als König Valdemar II seiner portugiesischen Schwiegertochter Prinzessin Eleonora Faaborg zur Hochzeit schenkte.

Faaborg zählt zu den ältesten und schönsten Kleinstädten von ganz Dänemark. Sie ist der Inbegriff südfünischer Stockrosenidylle. Enge, kopfsteingeplasterte Straβen, gepflegte alte Kaufmannshöfe und das Wahrzeichen der Stadt, der Glockenturm, kennzeichnen diesen geschichtsträchtigen, reizvollen Ort.

Vom Hafen aus spazieren wir gemütlich in Richtung Innenstadt, bzw. Altstadt. Tatsächlich entdecken wir auch hier wunderschöne bunte Häuschen in engen Gassen. Kurz vor dem Markplatz kommt eine Pferdekutsche abgefahren und hält später vor dem Tourist Büro am Marktplatz.

Mit der folgenden Bildergalerie (11 Bilder) möchten wir euch wieder einen schönen Eindruck vermitteln:

Natürlich haben wir uns in Faaborg auch ein leckeres Mittagessen gegönnt. Am Marktplatz entdecken wir einen Mix aus Restaurant und Imbiss (Torvets Burger Og Pizza). Auf jeden Fall sind draußen jede Menge Sitzplätze, fast alle mit Sonnenschirm ... genau richtig für uns !

Mona gönnt sich ein Pølsemix und Rainer ein ordentliches Hackfleischklößchen mit Pommes und Salat.

Zufällig lassen sich am Nachbarstisch auch ein paar Deutsche nieder, mit den wir uns dann sehr nett unterhalten. Die beiden sind mit einem Boot unterwegs und eher zufällig hier.

Gut gesättigt kehren wir dann zum Hafen zurück und somit auch zum Wohnmobil. Für heute haben wir genug vom Laufen und suchen uns die Bleibe für die Nacht. Die Wahl fällt auf den Yachthafen von Faldsled.

Es sind nur ca. 15 Minuten Fahrt und wir kommen an dem kleinen Hafen "Faldsled Havn" an. Aktuell ist hier nur ein weiteres Wohnmobil, also können wir uns in Ruhe einen schönen Platz aussuchen.

Zuerst erkunden wir das Gelände am Stellplatz und am Yachthafen. Dabei sind vor allem die sanitären Anlagen und die Ver- & Entsorgung fürs Wohnmobil von Interesse. Das alles finden wir auf der anderen Seite vom Yachthafen, ca. 200m von unserem Standplatz entfernt. Dort können wir auch das Ticket am Automaten erwerben (das ist zur Zeit als allgemeiner Standard an den Yachthäfen anzusehen).

Später ein Spaziergang am Ufer entlang, eine kleine Bildergalerie (7 Bilder) soll einen Eindruck verschaffen:

Reisetag 17 im August 2020:

Nach einer sehr ruhigen Nacht stehen wir abermals bei strahlendem Sonnenschein auf und starten in den Tag. Wir verlassen den Stellplatz am Hafen "Faldsled Havn". Über Nebenstrecken umrunden wir die "Helnæs Bucht" um letztendlich auf die "Halbinsel Helnæs" (Karte Google Maps) zu kommen.

Dabei müssen wir eine Straße benutzen, die uns stark an die "Atlantikstraße" in Norwegen erinnert. Vielleicht nicht ganz so imposant, aber trotzdem sehr sehr erlebenswert !

Auf der Halbinsel angekommen steuern wir über sehr schmale Straßen den Leuchtturm "Helnæs Fyr" an. Der Leuchtturm ist leider nicht besuchbar, aber verschiedene Wege am Ufer entlang entschädigen dafür.

Lange verweilen wir nicht und kehren zum Wohnmobil zurück.

Wir fahren nun zum "Helnæs Strand". Ebenfalls wieder über sehr enge Straßen. Hier kann einem doch mal einer der großen Traktoren entgegen kommen, der die komplette Straßenbreite benötigt. Hier muss man dankbar sein, wenn dieser Traktor sich auf den Acker flüchtet und den Weg für das Wohnmobil frei macht.

"Helnæs Strand" erkunden wir mit einem schönen gemütlichen Spaziergang. Kleine Boote liegen hier gut vertäut, vom Steg aus springen die Kids ins Wasser ... es ist "hyggelig" in Dänemark !!!

Natürlich haben wir auch hier ein paar Bilder für euch in der folgenden Bildergalerie (5 Bilder) zusammengefasst:

Wir kehren zum Wohnmobil zurück und verlassen langsam die "Halbinsel Helnæs" um wieder auf das eigentliche Festland zurück zu kehren. So müssen wir abermals den dänischen Pedanten zur norwegischen "Atlantikstraße" entlang fahren.

Es ist schon beeindruckend, wenn man über den letzten Hügel fährt und somit einen traumhaften Blick auf die sich durch das Wasser schlängelnde Straße hat.

Davon haben wir ein kleines Video bereit gestellt, welches nachfolgend zu betrachten ist:

Somit haben wir nun die "Halbinsel Helnæs" verlassen und befinden uns wieder auf dem Festland. Wir setzen die Umrundung der Insel Fünen fort und kommen wenige Kilometer später in das kleine Städtchen "Assens". Zufällig finden wir schnell einen passenden Parkplatz neben einer alten, aber bunt bemalten Lagerhalle ca. 50m vom Zentrum entfernt.

Leider ist nicht heraus zu bekommen, welchen Zweck das Gebäude ursprünglich einmal hatte.

Vom Parkplatz aus spazieren wir durch den Hinterhof der "Fynske Bank" und gelangen so durch einen kleinen Torbogen in die Østergade und sind somit praktisch im Zentrum von Assens.

Info:

Assens Stadt wurde zum ersten Mal im Jahre 1231 in Königs Valdemar (1170-1241) Jordebog als Asnæs erwähnt, das bedeutet "Landzunge mit einem Stand von Asche und Espe". Im Jahr 1524 erhielt Assens Stadtrechte durch König Frederik.

Im Mittelalter war ab Assens der wichtigsten Übergang nach Schleswig, und es war somit eine Drehscheibe für den Verkehr zwischen Kopenhagen und Hamburg war.

Im 19. Jahrhundert kamen große Veränderungen nach Assens. Die Stadt bekam einen richtigen Hafen im Jahr 1820, ein Gaswerk im Jahr 1855, und eine Bahnverbindung zwischen Assens und Tommerup 1884, die es möglich gemacht, von Assens nach Odense zu kommen.

Wir spazieren die "Hauptstraße" entlang ...

... und kommen zunächst an das Museum "Willemoesgården" an der Ecke "Østergade" zu "Kindhestegade". Dies ist eine Art Heimatmuseum mit verschiedenen Ausstellungen, Aber uns ist heute irgendwie nicht so nach Museum, so spazieren wir weiter.

Von der "Østergade" spazieren wir in die "Damgade" hinein. Auf dem Weg zur Kirche "Vor Frue Kirke" entdecken wir auf der anderen Straßenseite noch sehr schöne Häuser. Aber dann möchten wir doch noch die recht mächtig erscheinende Kirche besichtigen.

Info:

Die Kirche Unserer Lieben Frau in Assens ist Fünens zweitgrößte Kirche. Die Holevad-Kapelle an der Nordseite der Kirche sowie der quadratische untere Teil des Turms sind Überreste einer romanischen Kirche.

Neben dem Namen - nach der Jungfrau Maria - gibt es Erinnerungen an die katholische Zeit der Kirche aus einem Kloster, das sich jetzt auf der rechten Seite des Altars befindet, und einem Weihwassergefäß, das in der Wand der Leichenhalle eingemauert ist, die um 1500 eine Veranda war.

Im Jahr 1488 wurde die Kirche in ihrer heutigen gotischen Form fertiggestellt, einschließlich des achteckigen Turms von 48 m, der in seiner Art der einzige in Dänemark neben den fünf Türmen der Kalundborg-Kirche ist.

Also nichts wie hinein in die Kirche. Die folgende kleine Bildergalerie (5 Bilder) beschreibt unsere Eindrücke:

Nach der Kirchenbesichtigung spazieren wir wieder zurück in Richtung zum Wohnmobil. In einer kleinen Seitengasse stellen wir fest, dass es hier auch eine "Reeperbahn" gibt ... hier heißt sie auf dänisch "Reberbanen". Der Ursprung des Namens ist in beiden Fällen dasselbe:

Der Name Reeperbahn ist auf die Arbeit zurückzuführen, die früher auf der Straße vollzogen wurde. Auf Grund ihrer Länge von über 900 Metern, eignete sich die Reeperbahn perfekt für Taumacher und Seiler, die sogenannten Reepschläger, die für die Herstellung von Schiffstauen verantwortlich waren.

Mit Assens beenden wir auch praktisch unsere Rundreise um die Insel Fünen herum. Über Middelfart fahren wir nun wieder nach Jütland zurück und halten uns erst einmal in nördliche Richtung.

Damit endet hier der sechste Teil des Reiseberichtes. Weiter geht es zum nächsten Teil mit dem folgenden Aktionsbutton:

Wir verwenden Cookies um unsere Website zu optimieren und Ihnen das bestmögliche Online-Erlebnis zu bieten. Mit dem Klick auf „Erlauben“ erklären Sie sich damit einverstanden. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.